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BBL-Finale: Alba schockt Bayern 86:79 – Pesic tobt in München

Bayern-Trainer spricht Klartext

Der Heimvorteil ist weg, nun steht der FC Bayern in Berlin schwer unter Druck.
Nach dem Offensiv-Spektakel in Spiel 1 macht ALBA Berlin dem FC Bayern München in Spiel 2 der Finalserie in der BBL das Leben deutlich schwerer. Am Ende klauen die Hauptstädter den Bayern den Heimvorteil.
Der Heimvorteil ist weg, nun steht der FC Bayern in Berlin schwer unter Druck.

Svetislav Pesic lobte den Gegner, gratulierte ALBA Berlin zum Sieg, und redete dann Klartext.

„Wir haben verloren, weil wir das, was wir in der ersten Halbzeit gut gemacht haben, im dritten Viertel nicht mehr getan haben“, sagte der Trainer des FC Bayern nach der Heimpleite im zweiten Finale der Basketball Bundesliga (BBL): „Wir haben praktisch aufgehört zu spielen.“

Heimvorteil weg: Bayern in Zugzwang

Der Heimvorteil ist für das beste Team der Hauptrunde durch die erste Niederlage in den Playoffs futsch, nach dem 86:79 (40:45) im SAP Garden kann ALBA mit Siegen in den Spielen drei (Mittwoch) und vier (Freitag/jeweils 20.30 Uhr/Dyn) in eigener Halle seinen zwölften Meistertitel perfekt machen – und Pesic das Happy End zum Abschied vermiesen. Der 76-Jährige beendet nach der Serie seine Erfolgskarriere.

„Wir haben irgendwann nicht mehr unser Spiel gespielt, zu viel Eins gegen Eins. Dagegen haben wir sie spielen lassen, ALBA hat wieder 86 Punkte gemacht. Das kann nicht unser Anspruch sein“, kritisierte Welt- und Europameister Justus Hollatz die Leistung der Bayern: „Wir müssen jetzt wieder physischer spielen.“

Etwas überraschend steht es in der Best-of-five-Serie nach zwei Spielen in München 1:1, erstmals stehen die Bayern in der Meisterrunde richtig unter Druck, nachdem es im Viertel- und Halbfinale jeweils 3:0-Siege gegeben hatte. ALBA wird versuchen, das zu nutzen. „Das Spiel war war wieder sehr eng, wie erwartet“, so Trainer Pedro Calles, „jetzt wollen wir die ausgeglichene Serie mit hoher Energie nach Berlin bringen“.