Seit Jahrzehnten weckt ein Duell mit dem FC Bayern in Frankreich gemischte Gefühle. Von Saint-Étienne 1976, über Bordeaux 1996 bis Paris Saint-Germain 2020: Immer wieder kreuzten sich die Wege – mit bitterem Ausgang für die Ligue-1-Klubs.
FC Bayern vs. PSG: Frankreich fürchtet den "Folterer"
Frankreich fürchtet „Folterer“ Bayern
FC Bayern gegen Paris Saint-Germain: Frankreich fürchtet den „Folterer“
„In der Geschichte des französischen Fußballs nimmt Bayern München den Platz eines Folterers ein, eines Träume-Zerstörers“, beschreibt L’Équipe und sieht in der schmerzhaften Geschichte mit dem deutschen Rekordmeister die „natürliche und grausame Fortsetzung der Nacht von Sevilla im Jahr 1982.“ Damals scheiterte Frankreich im Halbfinale der WM dramatisch im Elfmeterschießen an Deutschland. Von Bayern-Seite waren unter anderem Karl-Heinz Rummenigge und Paul Breitner beteiligt.
Nun kommt es am Dienstagabend erneut zu einem Duell mit den Bayern: PSG empfängt die Münchner im Halbfinal-Hinspiel der Champions League im Parc des Princes (21 Uhr im LIVETICKER).
Die Bilanz spricht für den FC Bayern
PSG geht als Titelverteidiger in das Duell, die Münchner reisen als frisch gekrönter Bundesliga-Meister an. Beide Teams gelten als Top-Favoriten auf den Henkelpott.
Historisch spricht jedoch vieles für den Rekordmeister. Sieben der vergangenen acht Duelle in der Königsklasse entschied der FC Bayern für sich. Besonders schmerzhaft aus Pariser Sicht: das Finale 2020 in Lissabon, als Kingsley Coman per Kopf zum 1:0 traf und die Pariser Träume vom ersten CL-Titel platzen ließ.
Insgesamt haben die Bayern von 45 Spielen gegen französische Klubs 27 gewonnen. Neben sechs Unentschieden gab es nur zwölf Niederlagen. Im Duell mit PSG steht es aktuell nach Siegen 9:7 für die Münchner.
PSG selbsbewusst: „Niemand ist besser als wir“
Auch die aktuelle Saison unterstreicht die Qualität beider Klubs. Bayern hat in dieser Champions-League-Spielzeit zwölf Partien absolviert und lediglich eine verloren – das 1:3 beim FC Arsenal am 26. November.
PSG kommt auf 14 Spiele, kassierte zwei Niederlagen und spielte dreimal remis. Dennoch betonte der Pariser Trainer Luis Enrique selbstbewusst: „Basierend auf dem, was wir als Team zeigen, gibt es niemanden, der besser ist als wir.“ Gleichzeitig räumte er ein, dass Bayern in puncto Konstanz „einen Schritt voraus“ sei.
Für Paris ist es mehr als nur ein Halbfinale. Es ist die Chance, ein Stück Geschichte umzuschreiben und sich für das verlorene Finale zu revanchieren.
Für Bayern die Gelegenheit, die eigene Dominanz gegen französische Klubs weiter auszubauen. Die Bühne ist bereitet – und die Vergangenheit reist immer mit.