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„Skandalös!“: Experte zerlegt DBB-Gegner

„Skandalös!“: Experte zerlegt DBB-Gegner

Spanien unterliegt den USA im WM-Halbfinale und trifft auf Deutschland im Spiel um Platz 3. TV-Experte Per Günther rechnet vor dem Medaillen-Showdown mit Spaniens Taktik ab.
Kurz vor dem Halbfinale der Basketball-WM gerät Dirk Nowitzki ins Schwärmen, als er über die Entwicklung des deutschen Basketballs spricht und das "Sommermärchen" feiert.
Spanien unterliegt den USA im WM-Halbfinale und trifft auf Deutschland im Spiel um Platz 3. TV-Experte Per Günther rechnet vor dem Medaillen-Showdown mit Spaniens Taktik ab.

Nur mit ganz viel Mühe sind die Basketballerinnen von Rekordchampion USA ins WM-Finale eingezogen und spielen in Berlin gegen Frankreich um Gold. Der Titelverteidiger gewann im Halbfinale 76:66 (39:36) gegen Spanien, das damit am Sonntag (16.30 Uhr) mit der deutschen Mannschaft um Bronze kämpft.

Auf dem Weg zum 35. Sieg in Serie auf der WM-Bühne mussten die USA hart arbeiten. Nach einem Fehlstart (1:9) drehte das Starensemble das Spiel, doch die Spanierinnen ließen sich einfach nicht abschütteln. 58:58 stand es vor dem Schlussviertel, erst nach einem kurzen Run zum 70:60 (36.) kippte das Spiel auf die Seite der USA um Topscorerin Breanna Stewart (16 Punkte). Für Spanien verbuchten Maria Conde und Iyana Martin je 17 Punkte.

Trotz des über weite Strecken guten Auftritts rechnete Experte Per Günther bei MagentaTV vor allem mit Spaniens Trainerteam um Chefcoach Miguel Mendez ab. „Du startest in das vierte Viertel mit einer Aufstellung, die skandalös ist. Da können alle fünf Spielerinnen keinen Wurf kreieren“, begann der deutsche Ex-Nationalspieler. Günther thematisierte, dass bei Spanien zu Beginn des letzten Abschnitts mit Martin sowie Conde und Centerin Awa Fam (9 Punkte, 7 Rebounds) allesamt auf der Bank saßen. Genau in dieser Phase zogen die USA entscheidend weg.

Doch damit beließ es Günther nicht. „Dann gibst du Megan Gustafsson viele Minuten, die defensiv heute nicht spielbar war. Es gibt überall kleine Dinge. Und dann müsstest du aus spanischer Sicht deutlich näher dran sein, weil sie eher die offenen Dreier hatten.“

Deutschland mit Revanche gegen Spanien

Für die USA geht es um den fünften WM-Triumph in Serie und den zwölften insgesamt. Bei den Olympischen Spielen in Paris hatte das US-Team Gastgeber Frankreich im engen Finale geschlagen (67:66) – die Entscheidung fiel Sekunden vor Schluss. Nun kommt es am Sonntagabend (20.00 Uhr/MagentaTV) im Endspiel zum Wiedersehen.

Das gilt auch für Deutschland. Neun Tage nach der bitteren Auftaktniederlage gegen die Spanierinnen (53:83) bekommt die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Lange die Chance zur Revanche.

„Wir zünden heute eine Kerze an, damit Spanien nicht nochmal so eine außerkörperliche Erfahrung macht wie gegen Deutschland im ersten Spiel. Das waren ihre besten Minuten des Turniers. Deutschland hat aber nichts mehr mit dieser Mannschaft zu tun wie mit der noch vor 9 Tagen“, blickte Günther auf das Spiel um Platz drei voraus.