Es wird nicht ruhig um Sverre Olsbu Röiseland: Nur wenige Tage nach seinen Äußerungen über einen möglichen Team-Wechsels hat der DSV-Trainer gemeinsam mit seiner Frau Marte eine schöne Nachricht veröffentlicht. Kurz nach Olympia die Krebsdiagnose, dann das Interesse am norwegischen Trainerjob und nun die erfreulichen Baby-News – und das alles innerhalb weniger Wochen.
Biathlon: Nach Krebs-Schock und Team-Wechsel jetzt Baby-News
DSV-Trainer bekommt Nachwuchs
Das Biathlon-Pärchen scheint sich emotional derzeit auf einer Achterbahnfahrt zu befinden. „Wir haben wirklich gelernt, dass das Leben sowohl große Aufs als auch große Täler hat. Denn während Sverre gewartet hat, um rauszufinden, was mit ihm nicht stimmt, hatten wir eine Ultraschalluntersuchung mit Baby Nummer zwei. Es war sehr besonders, eine so große Freude im Leben zu haben“, erzählte Ehefrau Marte dem norwegischen Sender NRK. Zum Zeitpunkt der Untersuchung sei die Prognose der Krebserkrankung noch nicht eindeutig gewesen.
Biathlon: Trainer-Wechsel nach Norwegen immer wahrscheinlicher
Inzwischen ist klar: Sverre Olsbu Röiseland gilt vorerst als geheilt. Somit ist die Freude über den Nachwuchs umso größer: „So glücklich und gleichzeitig so traurig zu sein … aber jetzt liegt nur noch Freude vor uns. Das ist sehr schön“, sagte die Biathlon-Rekordweltmeisterin Röiseland.
Im November 2023 war ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt gekommen. Die erneute Schwangerschaft beeinflusst nun auch die anstehende Trainerentscheidung des 35-Jährigen.
Da der Vertrag des Co-Trainers beim Deutschen Skiverband im Sommer ausläuft, steht ihm die Zukunft danach weitgehend offen. Wie er vor wenigen Tagen angekündigt hatte, liebäugelt er vor allem mit einem Trainerjob im norwegischen Team. Nach den neuesten Entwicklungen scheint aber auch ein Ende seiner Trainertätigkeit im Raum zu stehen: „Wir haben zuhause viel darüber gesprochen, ob es möglich ist, als Trainer weiterzumachen und was dafür nötig ist.“
Grundsätzlich wolle er weiter im Profisport arbeiten. Ob ein Trainerjob auf internationalem Niveau aber noch so gut mit den Familienplänen vereinbar ist, muss er in den kommenden Wochen gemeinsam mit seiner Frau entscheiden. Wenn, dann würde er die Tätigkeit nur fortführen, wenn es der „richtige Job“ sei, „weil das ein Job ist, bei dem viel Reisen ein Teil des Spiels ist“, so der deutsche Schießtrainer. Ein Wechsel in die norwegische Heimat wird wohl immer wahrscheinlicher.