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Ex-Nationalspieler gesteht Messerattacke

Ex-Profi gesteht Messerattacke

Dem ehemaligen Nationalspieler Quincy Promes drohen siebeneinhalb Jahre Haft. Jetzt bricht der Niederländer sein Schweigen.
Quincy Promes bricht sein Schweigen
Quincy Promes bricht sein Schweigen
© IMAGO/SNA
Dem ehemaligen Nationalspieler Quincy Promes drohen siebeneinhalb Jahre Haft. Jetzt bricht der Niederländer sein Schweigen.

Der ehemalige niederländische Nationalspieler Quincy Promes hat sein Schweigen gebrochen und über eine Erklärung seiner neuen Anwälte zugegeben, im Juli 2020 einem Familienmitglied mit einem Messer ins Bein gestochen zu haben. Das berichten niederländische Medien übereinstimmend.

Die fragliche Attacke ereignete sich 2020 auf einer Familienfeier in Abcoude, eine Stadt in der niederländischen Provinz Utrecht. Nachdem Promes seinen Verwandten beschuldigt habe, Familienschmuck gestohlen zu haben, sei ein Streit ausgebrochen, der letztlich mit dem Messerangriff endete.

Anwälte bestätigen Messerangriff

Bei der Voranhörung im Berufungsverfahren des Strafverfahrens bestätigten die Anwälte des 34-Jährigen am Dienstag, dass Promes in diesem Chaos „einmal mit einem Taschenmesser zugestochen“ habe.

Der frühere Profi von unter anderem Ajax Amsterdam und dem FC Sevilla hätte in einem plötzlichen Impuls gehandelt, möglicherweise aus Notwehr, hieß es von seiner Verteidigung weiter.

Promes drohen siebeneinhalb Jahre Haft

Bereits 2023 verurteilte ein Amsterdamer Strafgericht den ehemaligen Nationalspieler wegen schwerer Körperverletzung zu einer 18-monatigen Haftstrafe. Zur damaligen Zeit hielt sich der Angeklagte in Russland auf, wo er jahrelang für Spartak Moskau spielte. Nicht einmal ein Jahr später wurde Promes jedoch erneut verurteilt.

Der Vorwurf: Promes und Komplizen sollen mehr als 1.350 Kilogramm Kokain geschmuggelt haben. In diesem Fall verhängte das Gericht eine Freiheitsstrafe in Höhe von sechs Jahren. In beiden Fällen legte der Niederländer Berufung ein.

Bis jetzt hatte Promes jedoch bezüglich des Messerangriffs geschwiegen. Eine Entscheidung, die er nun als ungeschickt wahrnehme.

„Er hatte jegliches Vertrauen in die Justiz verloren und erhält nun psychologische Hilfe“, wird das bekannte Anwaltsduo Gert-Jan Knoops und Carry Knoops in niederländischen Medien zitiert.

Das Berufungsgericht möchte den Fall Promes im November und Dezember verhandeln.