„Ich bin schon längst Millionär“, antwortete Michael van Gerwen mit einem Lachen auf die Frage, ob ihn die historische Preisgelderhöhung bei der Darts-WM zum Millionär machen würde. Der dreimalige Weltmeister sprach am Rande des Premier-League-Events in Berlin exklusiv mit SPORT1 über die bahnbrechende Entscheidung der PDC, das WM-Preisgeld ab 2026 zu verdoppeln.
Rekordpreisgeld wird „Dinge verändern“
„Darts ist immer beliebter geworden, also ist es komisch? Ich denke nicht. Aber natürlich sind wir sehr privilegiert, wie die PDC die Dinge händelt“, betonte van Gerwen mit Blick auf die wachsende Popularität des Sports.
Die PDC hatte kürzlich angekündigt, dass der Sieger der Darts-WM 2026 erstmals eine Million Pfund (etwa 1,2 Millionen Euro) erhalten wird – eine Verdopplung des bisherigen Betrags. Auch der Zweitplatzierte profitiert erheblich und erhält künftig 400.000 Pfund.
„Seien wir ehrlich, das ist eine große Erhöhung“, erklärte Nathan Aspinall bei SPORT1 und prognostizierte, dass das WM-Preisgeld in den nächsten zehn Jahren auf bis zu vier Millionen Pfund steigen könnte.
Das Gesamtpreisgeld des prestigeträchtigen Turniers steigt bereits auf beeindruckende fünf Millionen Pfund, während das Teilnehmerfeld von 96 auf 128 Spieler erweitert wird.
Generationswechsel durch Preisgeldexplosion?
„MvG“ sieht in der enormen Preisgeldsteigerung vor allem Auswirkungen auf den Nachwuchs.
„Ich denke, es wird die jungen Leute verändern, sie werden die Dollarzeichen sehen. Als ich angefangen habe, konnte ich nicht mal einen Penny gewinnen. Aber jetzt kann man wirkliches Geld gewinnen und natürlich wird das die Dinge verändern“, ist van Gerwen überzeugt.
Auch Rob Cross, Weltmeister von 2018, unterstrich die Bedeutung der Erhöhung für die Professionalisierung des Sports: „Es ist enorm, das Geld bei der Weltmeisterschaft zu verdoppeln. Ich denke, es ist ein Beweis dafür, wo das Spiel gerade steht.“
Rekordpreisgeld? „Es ist verrückt“
Der Engländer erinnerte daran, dass in seinen Anfangsjahren kaum Verdienstmöglichkeiten bestanden und nur die absolute Elite vom Dartsport leben konnte. Und heute? „Jetzt verdienen viele Leute damit ihren Lebensunterhalt, es ist jetzt ein Beruf.“
Besonders deutlich wurde Stephen Bunting: „Es ist unglaublich, um ehrlich zu sein. Wer hätte das vor fünf oder zehn Jahren gedacht. Es ist verrückt.“
Auch „The Bullet“ betonte dabei vor allem die neuen Perspektiven für den Nachwuchs, der nun realistisch davon träumen könne, mit dem Dartsport seinen Lebensunterhalt zu verdienen.