Darauf hatten die Darts-Fans sehnsüchtig gewartet. Luke Littler gegen Phil Taylor. Das Wunderkind gegen die Legende, der ultimative Showdown. Und als Ausrüster Target eben jenes mit Spannung erwartete Duell für vergangenen Mittwoch groß ankündigte, war die Aufregung zunächst riesig. Der Haken? Es war ein Aprilscherz.
Littler-Scherz vor Berlin-Auftritt
Zwar spielten Littler (18) und Taylor (64) tatsächlich gegeneinander, aber nicht am Dartboard, sondern im Jenga, dem Geschicklichkeitsspiel mit aufeinandergestapelten Holzsteinen, die nacheinander herausgezogen werden müssen. Littler gewann.
„Ich wusste, dass ich mein Bestes geben musste, um den Lärm auszublenden und einen so unglaublichen Gegner zu besiegen“, sagte der englische Darts-Weltmeister, der derzeit fast unbesiegbar scheint.
Seine Stärke demonstriert er Woche für Woche insbesondere in der Premier League. Der Titelverteidiger entschied die vergangenen beiden Spieltage für sich, der neunte steht am Donnerstag (ab 19.15 Uhr LIVE bei SPORT1) in Berlin an.
Darts: Ausverkaufte Arena in Berlin
Spitzenreiter Littler bestreitet in der Arena am Ostbahnhof das dritte Viertelfinalspiel gegen Landsmann Chris Dobey. Die Professional Darts Corporation (PDC) meldet ausverkauft. Wegen der Zeitverschiebung mit Blick auf das britische TV-Publikum entschied sich der Veranstalter für einen früheren Beginn als sonst üblich.
Im vergangenen Jahr unterlag Littler in Berlin erst im Finale gegen den Niederländer Michael van Gerwen. Anschließend bezeichnete der Engländer die Arena in der Hauptstadt als eine seiner liebsten.
Der Hype um Littler kennt derweil weiter keine Grenzen, er bescherte der PDC nun sogar einen Rekordvertrag. 125 Millionen Pfund zahlt Sky UK für die Rechte an den meisten Turnieren der kommenden fünf Jahre, das Preisgeld auf der Tour 2026 konnte dadurch signifikant erhöht werden.
Der nächste Weltmeister erhält einen Siegerscheck von einer Million Pfund. Auch dank Littler.