Marcel Hausotter hat die nächste deutsche Sensation beim German Darts Grand Prix hauchzart verpasst. Der Deutsche musste sich Topstar Jonny Clayton erst im Decider geschlagen geben (5:6).
Deutsche Darts-Sensation mit irrwitziger Show!
Deutsche Sensation liefert irre Show
Bis zum 3:3 hielten beide Spieler ihre Anwürfe und Hausotter beeindruckte bereits. Dann nahm das ohnehin schon launige Spiel so richtig Fahrt auf, bis München schließlich kopfstand.
Irre Show! München steht kopf
Denn: Im siebten Leg brachte Hausotter die Halle so richtig zum Beben. Der 34-Jährige warf tatsächlich sieben (!) perfekte Darts. Mit seinem achten Dart verpasste er allerdings die Triple-19 knapp und damit auch den 9-Darter.
Daraufhin spielten sich irrwitzige Szenen ab. Die Fans waren vollkommen aus dem Häuschen und nachdem anfangs noch „Hausi“ skandiert wurde, hallte es nun unfassbar laut „Super-Hausi“ und „Super-Hausi olé“ durch das Zenith.
Auch Clayton war beeindruckt, applaudierte anerkennend und klatschte mit Hausotter ab. Dieser konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und hatte sichtlich Spaß am Match mit dem Waliser.
Hausotter sorgt für unglaubliche Stimmung
Der Deutsche spielte in der Folge weiter groß auf und die Sensation rückte immer näher. Hausotter ging mit 5:4 in Führung, indem er 81 Punkte über das Bullseye checkte, während die Fans „Oh, wie ist das schön!“ skandierten.
Clayton hielt seinen Anwurf, glich zum 5:5 aus und die Entscheidung musste im Decider her. Dort musste sich Hausotter dann allerdings hauchzart geschlagen geben.
Im entscheidenden Leg war Hausotter mit 123 Punkten Rest an der Reihe. Nachdem der erste Dart in der Triple-19 landete, sah schon alles nach einem Matchdart für Hausotter aus. Doch der Deutsche verpasste das 16er-Segment und traf nur die Single-7, so gab es keinen Matchdart auf dem Bullseye.
Matchdart verpasst: „Das ist ja fast tragisch“
„Das ist ja fast tragisch“, kommentierte Basti Schwele bei SPORT1. Clayton nutzte den Patzer eiskalt aus und schnappte sich den Sieg.
Letztlich spielte „Hausi“ starke 93,16 Punkte im Average. „The Ferret“ war mit 94,21 Punkten nur marginal besser. Auf die Doppel war Hausotter sogar leicht überlegen (50 Prozent vs. 42,86 Prozent).
Für den Einzug in die zweite Runde nimmt Hausotter stolze 3.500 Pfund mit nach Hause. Am Samstag hatte er sensationell mit 6:4 in Legs gegen Altmeister Raymond van Barneveld gewonnen. Es war sein erster Sieg auf der European Tour.