Überragender Auftritt von Max Hopp: Der „Maximiser“ hat als erster deutscher Darts-Profi dieses Jahr bei einem Players-Championship-Turnier das Endspiel erreicht.
Darts: Max Hopp glänzt beim Heimspiel - nur einer kann ihn stoppen!
Hopp verpasst deutschen Darts-Coup knapp
Bei der Players Championship 14 in Hildesheim musste sich der SPORT1-Experte lediglich dem formstarken Wessel Nijman aus den Niederlanden geschlagen geben. Hopp verlor im Finale mit 1:8 in Legs, spielte dabei aber einen beachtlichen Drei-Dart-Average von 98,08 Punkten.
Darts: Hopp sorgt weiter für Aufsehen – Nijman im Finale zu stark
Nijman war mit 104,62 Punkten im Average nochmal einen kleinen Deut besser. Es war bereits sein fünfter Sieg bei einem Players-Championship-Turnier in diesem Jahr. Das war zuletzt „The Machine“ James Wade im Jahr 2019 gelungen. „Mir sind Rekorde egal“, sagte der Niederländer trocken im Siegerinterview. Nijman führt die Players Championship Order of Merit mit 99.500 Pfund Preisgeld nahezu uneinholbar an.
Hopp liegt mit 32.250 Pfund Preisgeld als bester Deutscher auf Platz zehn in der Wertung. Das Finalturnier dürfte ihm kaum noch zu nehmen sein. Die besten 64 Spieler der Players Championship Order of Merit sind für die Finals spielberechtigt. Auch die Qualifikation für die Darts-WM 2027 rückt damit immer näher.
Auf dem Weg ins Endspiel hatte sich Hopp gegen einige namhafte Gegner durchgesetzt. Der Wiesbadener profitierte in Runde eins von der Aufgabe von Christian Kist. Es folgten Siege gegen Lewis Pride (6:4), Damon Heta (6:4), Ex-Weltmeister Rob Cross (6:2), Joe Hunt (6:3) und Tom Bissell (7:3).
Auch Schindler und Wenig überzeugen
Neben Hopp konnten auch Lukas Wenig und Martin Schindler überzeugen. Schindler schaffte es – wie schon am Vortag – bis in die dritte Runde, ehe er sich Wenig im Decider (5:6) geschlagen geben musste. Für Wenig war dann im Achtelfinale Endstation (1:6 vs. Tom Bissell).
Marvin Kraft, Leon Weber, Arno Merk, Pascal Rupprecht und Gabriel Clemens konnten ebenfalls ihre Auftaktmatches gewinnen, unterlagen allerdings in Runde zwei. Kraft (5:6 vs. Danny Noppert), Merk (5:6 vs. Maik Kuivenhoven) und Clemens (5:6 vs. Joe Hunt) verloren allesamt im Decider. Weber war Richard Veenstra unterlegen (4:6), Rupprecht zog gegen Keane Barry den Kürzeren (2:6).
Die neun weiteren deutschen Starter erlebten einen gebrauchten Tag und blieben ohne Sieg. Florian Preis musste sich Altmeister Raymond van Barneveld geschlagen geben (2:6). Daniel Klose unterlag dem späteren Tagessieger Nijman (2:6). Yorick Hofkens (5:6 vs. Kraft) und Dominik Grüllich (5:6 vs. Wenig) verloren gegen ihre Landsmänner. Niko Springer kassierte gegen Connor Scutt einen Whitewash (0:6).
Besorgniserregender Auftritt von „Pikachu“ – Littler nicht am Start
Besonders bitter verlief der Tag jedoch für Ricardo Pietreczko: „Pikachu“ musste nach lediglich zwei gespielten Legs gegen Jeffrey de Zwaan aufgeben. Der Deutsche leidet wohl an Dartitis – darauf verwies auch Kommentator Fabian Dippold im Stream.
Maximilian Czerwinski (5:6 vs. Steve Lennon), Kai Gotthardt (5:6 vs. Joe Cullen), Matthias Ehlers (3:6 vs. Ritchie Edhouse) verloren ebenfalls in Runde eins.
Zahlreiche Top-Stars wie Luke Littler, Luke Humphries, Gian van Veen, Jonny Clayton und Gerwyn Price hatten im Vorfeld für das Turnier abgesagt.