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Damit könnte Pietreczko nur gewinnen | Kommentar

Es wäre eine große Geste

Ricardo Pietreczkos schwere Formkrise geht unvermindert weiter. Er sollte auf seinen Startplatz beim World Cup of Darts verzichten – meint SPORT1-Redakteur Stefan Junold.
Ricardo Pietreczko präsentiert sich beim German Darts Grand Prix in München gegen Nathan Aspinall in Topform und ist auf bestem Weg zum Sieg. Sein Selbstbewusstsein äußert sich auch in einer Geste nach dem Leg-Gewinn zum 5:4 - doch sein Gegner lässt sich nicht so leicht abschütteln.
Ricardo Pietreczkos schwere Formkrise geht unvermindert weiter. Er sollte auf seinen Startplatz beim World Cup of Darts verzichten – meint SPORT1-Redakteur Stefan Junold.

Wie heißt es so schön im Leben: Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, damit es wieder vorwärts geht. Dieses Motto wäre auch im Fall von Ricardo Pietreczko äußerst ratsam.

Der Deutsche quält sich dieses Jahr durch die PDC-Tour. Insbesondere in den vergangenen Wochen gibt „Pikachu“ ein trauriges Bild ab. Zehn Auftaktniederlagen in Folge stehen nun nach einer weiteren Woche voller Pleiten auf dem Floor zu Buche.

Averages von um die 80 Punkte sind die Regel. Dazu kursieren Gerüchte, der Rechtshänder leide unter Dartitis. Vereinzelte Anzeichen dafür waren schon bei seinen jüngsten Auftritten vor TV-Kameras, die es nur noch selten gibt, erkennbar. Ein Match auf dem Floor brach er sogar ab.

Pietreczko: In dieser Form ergibt ein Start wenig Sinn

In dieser Form ergibt ein Start Pietreczkos an der Seite von Martin Schindler beim World Cup ab dem 11. Juni in Frankfurt wenig Sinn. Selbstverständlich berechtigt ihn sein Status als deutsche Nummer zwei in der Order of Merit zur Teilnahme.

Für Darts-Deutschland, für Schindler und womöglich auch für ihn selbst, wäre es allerdings nur klug und darüber hinaus eine große Geste, Niko Springer, der als nächstbester Deutscher in der Weltrangliste nachrücken würde, den Vortritt zu lassen.

Schindler überlässt seinem Partner vom vergangenen Jahr, als das Duo sensationell Luke Littler und Luke Humphries schlug, die Entscheidung – was soll er auch anderes sagen?

Mit Springer wären die deutschen Chancen besser

Mit Springer hätte „The Wall“ dieses Jahr die weitaus besseren Erfolgsaussichten. Der Mainzer hat in den vergangenen Wochen einige Ausrufezeichen gesetzt und bringt immer häufiger sein A-Game ans Board.

Also, Ricardo – tu es für Darts-Deutschland und sag deine Teilnahme an der Team-WM ab! So wirst du deine Formkrise schneller überwinden und dein Land künftig noch besser repräsentieren.