Dieses Eishockey-Spiel geht in die Geschichtsbücher ein: Im Playoff-Viertelfinale der DEL2 haben sich die Starbulls Rosenheim und die Eisbären Regensburg am Sonntag das längste Spiel der Ligahistorie geliefert: Stolze 122 Minuten und 23 Sekunden dauerte es, bis der Sieger feststand – also mehr als doppelt so lange wie bei einer normalen Partie.
Über 122 Minuten! Rekordspiel in deutscher Liga
„Tortur“: Rekordspiel in deutscher Liga
Erst in der dritten Minute der vierten Overtime erzielte Regensburgs Bryce Kindopp den erlösenden Siegtreffer zum 6:5. Bitter für die unterlegenen Gastgeber: Sie führten zwischenzeitlich bereits mit 2:0, 3:1 und 5:3.
Vor über 4400 Zuschauern hatte das Match um 17 Uhr begonnen, ehe es um 22.36 Uhr den Schlusspunkt fand. „Wir waren alle kaputt. Es ging nicht mehr um ein schönes Tor, dafür aber um ein sehr wichtiges“, erklärte Kindopp nach der kräftezehrenden Partie bei Sporteurope.tv.
Durch den Erfolg im Rekord-Spiel geht Regensburg mit 2:1 in der Best-of-Seven-Serie in Führung, zwei Siege fehlen noch zum Halbfinal-Einzug.
Kräftezehrendes Rekordspiel: „Das war eine Tortur“
„So ein Spiel hat eigentlich keinen Sieger verdient. Aber ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, gab Regensburgs Trainer Peter Flache zu Protokoll. Rosenheim-Coach Jari Pasanen meinte: „Das war eine Tortur. Mir tun alle Spieler auf dem Eis leid.“
In den Playoffs gilt: Bei einem Unentschieden nach 60 Minuten wird so lange gespielt, bis ein Treffer fällt. Dabei wird nach jeweils 20 Minuten eine kurze Pause eingelegt.
Das bis dato längste Eishockey-Spiel in Deutschland lieferten sich die Kölner Haie und die Adler Mannheim im Jahr 2008. Nach über 168 Minuten setzten sich die Haie damals im DEL-Viertelfinale mit 5:4 durch.