Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft präsentiert sich bei ihrer Heim-WM weiter titelreif. Nach dem 6:1-Kantersieg über die deutsche Auswahl fertigte der Gastgeber den nächsten Nachbarn ab, gegen den bisher überraschenden Außenseiter Österreich siegte der nicht zu bändigende Vize-Weltmeister mit 9:0 (4:0, 3:0, 2:0).
Eishockey-WM: 9:0-Sieg in deutscher Gruppe
9:0-Sieg in deutscher Gruppe
Mit dem vierten Erfolg im vierten Spiel übernahmen die Eidgenossen die Tabellenführung in der Gruppe A, das Viertelfinale ist der Mannschaft von Trainer Jan Cadieux praktisch schon sicher. Théo Rochette (6./33.), die NHL-Stars Timo Meier (10.) und Nico Hischier (12./30.), Damien Riat (14./51.), Calvin Thürkauf (31.) sowie Christoph Bertschy (57.) schossen den höchsten Schweizer Sieg über die Österreicher seit 1949 heraus.
WM-Rekord und Kantersieg für die Schweiz
Neben der offensiven Glanzleistung gab es auch für Torhüter Leonardo Genoni allen Grund zum Feiern: Dem 38-Jährigen gelang sein 13. Shutout, ein Spiel ohne Gegentor, bei der WM – neuer Rekord. Seit dem vergangenen Jahr hatte er sich diesen mit zwölf Partien noch mit dem Tschechen Jiri Holecek geteilt.
Die schweizerische Presse zeigte sich ob des Sieges begeistert. „Die Nati überfährt Österreich gleich mit 9:0“, schrieb der Blick und ergänzte: „Die Nati tanzt mit den Österreichern Walzer. Im 3/4-Takt wird der Nachbar bereits im ersten Drittel zerlegt“. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Schweizer bereits mit 4:0 geführt. „Beflügelte Nati fegt über müdes Österreich hinweg“, titelte der SRF.
Auch in Österreich musste man die herbe Niederlage neidlos anerkennen. „Die Schweiz erteilt Österreich eine Eishockey-Lehrstunde“, fasste der ORF die Partie zusammen. Die Kronen-Zeitung formulierte deutlich: „Debakel bei WM: Österreich wird von Schweiz-Express überrollt.“
Erste Niederlage für Österreich
Österreich musste damit die erste Niederlage hinnehmen. Mit neun Punkten aber schnuppert der Underdog am Viertelfinale. Als nächstes steht für die Auswahl von Headcoach Roger Bader am Samstag (20.20 Uhr) das Duell mit Deutschland an.
Italien verpasste eine Sensation. Der Aufsteiger ging gegen Tschechien mit einer Führung ins Schlussdrittel, verlor aber noch mit 1:3 (0:0, 1:0, 0:3) und muss weiter auf den ersten Sieg bei einer A-WM seit 2019 warten. Die Tschechen, die nach der Niederlage nach Verlängerung gegen Slowenien erneut mit einem Außenseiter ihre Probleme hatten, sprangen in der Gruppe B auf Rang eins.
——
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)