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Hattrick Gawanke: DEB-Team bleibt im Rennen um das Viertelfinale

Deutschland wahrt Viertelfinal-Chance

Im ersten von drei "Endspielen" hat die deutsche Mannschaft leichtes Spiel, das Kreis-Team benötigt nun aber noch zwei weitere Siege.
Deutschland wahrt mit einem deutlichen Sieg gegen Ungarn die Chancen aufs WM-Viertelfinale.
Im ersten von drei "Endspielen" hat die deutsche Mannschaft leichtes Spiel, das Kreis-Team benötigt nun aber noch zwei weitere Siege.

Ein Hattrick von Leon Gawanke, das erste Tor im Powerplay – und endlich der erste Sieg: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat die erste von drei Pflichtaufgaben auf dem Weg ins WM-Viertelfinale gelöst. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis gewann nach vier Niederlagen zum Turnierstart 6:2 (2:0, 2:0, 2:2) gegen Außenseiter Ungarn und verhinderte damit das vorzeitige Aus.

Der Mannheimer Verteidiger Gawanke, der mit seinem ersten Treffer die deutsche Überzahl-Misere im zwölften Versuch beendete, stach mit einem Dreierpack (19./42./50.) aus einer dominanten Mannschaft heraus.

„Das ist verrückt. Ich bin super froh, dass er es heute gemacht hat. Das gönne ich ihm absolut und ist einfach was Geiles. Sowas passiert glaube ich auch nicht so oft“, freute sich Gawankes Verteidigungspartner Leon Hüttl nach dem Spiel bei ProSieben.

Der Berliner Eric Mik (9.), NHL-Stürmer Lukas Reichel (40.) und der Nürnberger WM-Debütant Samuel Dove-McFalls (40.) erzielten vor 5000 Zuschauern in Zürich die weiteren Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die ihre Chance auf das Weiterkommen wahrte. Tamas Sarpatki (45.) und Janos Hari (58.) sorgten für die Treffer der Ungarn.

Eishockey-WM: Deutschland beendet „Powerplay-Fluch“

Die DEB-Auswahl begann nervös, das erste Überzahlspiel, das elfte im Turnier, blieb gewohnt erfolglos. Doch kurz danach traf Mik mit einem Schlenzer von der blauen Linie, vor dem Tor nahm Nicolas Krämmer dem ungarischen Goalie Bence Balizs die Sicht.

Mit der Führung kehrte Ruhe ins deutsche Spiel ein, das Kreis-Team schnürte die Ungarn immer wieder im eigenen Drittel ein. Allerdings sprangen kaum Torchancen heraus. Im zwölften Powerplay platzte dann doch der Knoten: Gawanke traf, nachdem Stefan Loibl den Puck nicht unter Kontrolle gebracht hatte.

„Endlich! Gawanke befreit Deutschland vom Powerplay-Fluch“, jubelte im Anschluss auch MagentaSport-Experte Rick Goldmann. Dabei hätte es die Strafe für die Ungarn gar nicht geben dürfen, denn Fabio Wagner traf mit seinem Schläger Marc Michaelis im Gesicht.

Die Dominanz setzte sich im zweiten Abschnitt fort, Ungarn konnte sich kaum noch befreien. Einziges Manko: Das DEB-Team nutzte seine Chancen nicht. Erst kurz vor Drittelende erhöhte Reichel, mit dem 18. Torschuss im zweiten Durchgang. „Wir kriegen heute viel Druck auf das gegnerische Tor“, stellte Stürmer Alexander Ehl fest.

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Gawanke legte kurz nach Beginn des Schlussdrittels nach. Die deutsche Mannschaft nahm etwas Tempo raus, dann verhinderten die Ungarn Grubauers zweiten WM-Shutout. Ein weiteres Tor wurde nach einer Challenge des deutschen Trainerteams wieder aberkannt. Grubauer war behindert worden. Dann machte Gawanke aus spitzem Winkel seinen Hattrick perfekt.

So kann Deutschland das Viertelfinale noch schaffen

Zum voraussichtlichen „Endspiel“ ums Viertelfinale kommt es am Samstag gegen Österreich. Mit einem Sieg gegen den Nachbarn und einem weiteren Erfolg zum Vorrundenabschluss am Montag (beide 20.20 Uhr) gegen bislang überforderten Aufsteiger Großbritannien wären die Chancen auf die K.o.-Runde gut, allerdings benötigt die DEB-Auswahl auch Schützenhilfe.

Auf den nachnominierten Alexander Karachun verzichtete Kreis noch. Der Schwenninger ersetzt im deutschen Kader den mit Handbruch abgereisten künftigen Kölner Daniel Fischbuch. Im Tor stand etwas überraschend Grubauer, obwohl 24 Stunden später schon das „Endspiel“ gegen Österreich ansteht.