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Ohne Angst gegen den Angstgegner

Ohne Angst gegen den Angstgegner

Nach einer perfekten Vorrunde wartet auf die Schweiz bei der Eishockey-WM der Angstgegner. Angst hat das Team aber nicht.
Der Schweizer NHL-Star Nico Hischier
Der Schweizer NHL-Star Nico Hischier
© AFP/SID/SEBASTIEN BOZON
Nach einer perfekten Vorrunde wartet auf die Schweiz bei der Eishockey-WM der Angstgegner. Angst hat das Team aber nicht.

Nach der ersten perfekten WM-Vorrunde wartet auf die Schweizer Eishockey-Nationalspieler ausgerechnet der Angstgegner. Doch auch die Schweden sollen die Siegesserie der WM-Gastgeber auf dem Weg zum ersten Titel nicht stoppen. „Tipptopp, nehmen wir“, sagte NHL-Star Nico Hischier selbstbewusst nach dem 4:2 zum Abschluss der Gruppe A gegen Finnland.

Und Trainer Jan Cadieux ergänzte mit Blick auf das Viertelfinale am Donnerstag (ab 20.20 Uhr im LIVETICKER): „Am Ende haben wir hohe Ziele, und um sie zu erreichen, musst du jede Mannschaft schlagen.“

Eben auch den elfmaligen Weltmeister Schweden, der erst mit dem 4:2 gegen die Slowakei im letzten Vorrundenspiel noch auf Platz vier in der Gruppe B rutschte.

Schweden als Schweizer Angstgegner

An die „Tre Kronor“ hat die Schweizer „Nati“ vor allem schlechte Erinnerungen: 2013 und 2018 unterlag sie im WM-Finale, 1992 und 1998 im WM-Halbfinale, 2017 im WM-Viertelfinale und 2006 im Olympia-Viertelfinale den Schweden, die das Portal watson.ch „unser Albtraum“ nannte. 26 der letzten 30 Partien gingen verloren, auch die beiden Tests vor der WM (1:8, 0:3).

Eine freiwillige Niederlage gegen die Finnen, um dem Angstgegner aus dem Weg zu gehen, kam aber für die Schweizer nicht infrage.

„Ich als Athlet dulde eine solche Einstellung nicht. Um zuoberst anzukommen, muss man gute Teams schlagen“, sagte Hischier nach dem siebten Dreier im siebten Vorrundenspiel: „Schweden ist ein gutes Team. Wir fokussieren uns auf uns, schauen nicht nach links oder rechts oder andere Resultate.“

Nati gut in Form

Das hat bisher hervorragend funktioniert. Selbst der Rauswurf des langjährigen Erfolgstrainers Patrick Fischer wegen des Skandals um ein gefälschtes Corona-Impfzertifikat zu Beginn der WM-Vorbereitung brachte die „Nati“ nicht aus dem Tritt.

Cadieux, zuvor Co-Trainer, vom Naturell eher ein „Anti-Fischer“, aber als Meister und Champions-League-Sieger mit Servette Genf schon als Chefcoach erfolgreich, übernahm das Kommando früher als ursprünglich geplant.

Das erste WM-Gold, eigentlich als krönender Abschluss für die Ära des extrovertierten Fischer angepeilt, könnte nun der Beginn einer neuen Ära werden.