Der Klassenerhalt ist geschafft! Die SpVgg Greuther Fürth hat am Dienstagabend vor heimischer Kulisse mit 2:0 (1:0) gegen Rot-Weiss Essen gewonnen und sich damit nach der 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel in der Relegation durchgesetzt. Die Franken bleiben der 2. Bundesliga erhalten, Essen hingegen verpasst dramatisch den Aufstieg.
2. Bundesliga: Entscheidung in Relegation gefallen!
Entscheidung in Relegation gefallen!
Noel Futkeu brachte seine Mannschaft in der 29. Minute in Front. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Branimir Hrgota in seinem letzten Spiel für die Fürther die Führung (47.). „Es fällt eine Riesenlast ab. Das ist unbeschreiblich. Ich bin überglücklich und unglaublich stolz. Das war eine tolle Leistung“, sagte Fürths Routinier Felix Klaus bei Sky freudestrahlend.
„Ich will nicht zu analytisch sein. Wir hatten viele Möglichkeiten, um die Verlängerung zu erzwingen. Wir haben das Herz auf dem Platz gelassen. Rot-Weiss Essen hat in ganz Deutschland unglaublichen Eindruck hinterlassen“, sagte RWE-Trainer Uwe Koschinat nach Abpfiff bei Sat.1 niedergeschlagen.
Essen vergibt Riesenchance
In der 69. Minute durfte Essen kurz über den Anschlusstreffer jubeln, doch das Tor von Stürmer Jaka Cuber Potocnik wurde wegen einer knappen Abseitsposition vom VAR einkassiert.
„Der VAR hat im Fußball nichts zu suchen. Das ist eine Entscheidung, die dem Menschen gebührt. Viele meinen, dass er den Fußball gerechter macht. Leider ist es Abseits“, reagierte Koschinat.
RWE hatte daraufhin in der 81. Minute die Riesenmöglichkeit auf den Ausgleich: Nach einer Flanke köpfte Dickson Abiama zunächst an den Pfosten. Weil Fürths Keeper Silas Prüfrock in die Ecke sprang, war beim Nachschuss das Tor fast leer.
Fürth bejubelt Klassenerhalt
Der umjubelte Held aus dem Hinspiel, Torben Müsel, nutzte anstatt des Fußes seinen Kopf, um den Ball im Tor unterzubringen, doch köpfte dabei Prüfrock an, der dadurch ohne großes Eingreifen die Situation klärte. Die Essener konnten nicht glauben, dass in dieser Aktion nicht der Anschlusstreffer gefallen war und schauten sich ungläubig an.
Koschinat nahm seinen Spieler in Schutz: „Vom Bewegungsablauf hat das schon gepasst, wenn er ihn etwas mehr ins Eck drückt. Er ist sauber in der Bewegung. Es hätte hervorragend ausgesehen, bin ich ehrlich.“
Eine größere Möglichkeit bekam der Drittligist nicht mehr, wodurch die SpVgg den Endstand über die Zeit brachte und nach Abpfiff den Klassenerhalt bejubeln durfte. Fürth, das die „ewige“ Zweitligatabelle souverän anführt und sich erst im letzten Saisonspiel durch ein 3:0 gegen Düsseldorf in die Relegation gerettet hatte, vermied so den ersten Abstieg in die Drittklassigkeit seit 1997. Münster und Düsseldorf sind damit die beiden einzigen Absteiger aus der 2. Liga. Osnabrück und Cottbus steigen auf.
—- Mit Sport-Informations-Dienst (SID)