Daniel Thioune, Trainer vor Fortuna Düsseldorf, warnt vor dem Zweitliga-Topspiel am Samstagabend (SPORT1 überträgt ab 19.30 Uhr LIVE im TV & Stream) den kriselnden Gegner Hertha BSC auf die leichte Schulter zu nehmen.
„Da kommt ein angeschlagener Boxer“
„Da kommt ein angeschlagener Boxer, aber wie wir wissen, kann der angeschlagene Boxer noch gefährlich werden“, sagte der 50-Jährige im SPORT1-Interview am Tag vor der Partie.
Thioune geht deswegen davon aus, dass sich die Herthaner auf dem Spielfeld „zerreißen“ werden. „In den letzten Wochen waren sie nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, sie hatten einfach nicht das Matchglück“, ordnete er die sportliche Talfahrt des Hauptstadt-Klubs ein. Hertha hat zuletzt drei Niederlagen in Serie kassiert und ist auf Rang 13 zurückgefallen.
„Sie haben eine Top-Mannschaft mit vielen Top-Individualisten, aber sie haben es auch nie geschafft, über einen längeren Zeitraum die Konstanz in den Kader und auf das Spielfeld zu bringen“, analysierte der Düsseldorf-Coach.
„Da tummelt sich viel Tradition mit viel Erwartungshaltung“
Hertha leide auch darunter, dass die Leistungsdichte im Bundesliga-Unterhaus enorm angestiegen sei.
„Wenn man vor 30 Jahren eingefroren wäre und sich jetzt die zweite Liga anschaut, dann würde man wahrscheinlich nicht mutmaßen, dass das die zweite Liga ist – bei so viel Tradition, bei so vielen großen Vereinen, bei denen man sich nie vorstellen konnte, dass sie irgendwann mal in der zweiten Liga existieren", sagt der 50-Jährige: „Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC: Das wäre vor 30 Jahren ein ganz normaler Bundesliga-Spieltag gewesen.“