2. Bundesliga>

Derby-Sieg! Hannover jubelt

Derby-Sieg! Hannover jubelt

Hannover 96 springt im Aufstiegsrennen auf Rang 3. Im 184. Niedersachsen-Derby machte Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig dem Rivalen das Leben jedoch schwer.
Maik Nawrocki (r.) erzielte den entscheidenden Treffer im Derby
Maik Nawrocki (r.) erzielte den entscheidenden Treffer im Derby
© IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/SID/Tonhäuser
Hannover 96 springt im Aufstiegsrennen auf Rang 3. Im 184. Niedersachsen-Derby machte Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig dem Rivalen das Leben jedoch schwer.

Hannover 96 hat im Niedersachsen-Derby seine Aufstiegsambitionen in der 2. Fußball-Bundesliga unterstrichen. Das Team von Trainer Christian Titz gewann die 184. Auflage des Klassikers gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 (1:0) und sprang vorerst mit 49 Punkten auf den dritten Rang.

Die 96er setzten ihren Aufwärtstrend mit nur einer Niederlage aus den letzten neun Spielen fort, überzeugten aber nicht.

33 Jahre ohne Erfolg: Braunschweigs Sorgen werden größer

Braunschweig wartet dagegen weiter seit 33 Jahren auf einen Erfolg beim Nachbarn. Nach dem erfolgreichen Debüt des neuen Trainers Lars Kornetkas gegen Fortuna Düsseldorf (1:0) gab es im Kampf um den Klassenerhalt einen neuen Rückschlag, der knappe Vorsprung vor der Abstiegszone könnte am Wochenende dahinschmelzen.

Maik Nawrocki erzielte das entscheidende Tor für die Hannoveraner (30.), die am vergangenen Sonntag nach 0:2-Rückstand beim Spitzenreiter Schalke 04 noch ein 2:2 erreicht hatten.

Die Gastgeber begannen furios mit vier Eckbällen in den ersten acht Minuten und einer Großchance durch Benedikt Pichler, der aus kurzer Distanz an Torhüter Ron-Thorben Hoffmann scheiterte (3.).

Pyroshow sorgt für lange Unterbrechung

Danach ließ der Schwung der 96er nach, Braunschweig verteidigte konzentrierter – bis die Abwehr komplett schlief: Nach einer Flanke von Stefan Teitur Thordarson stand Nawrocki am Fünfmeterraum völlig frei, der Abwehrspieler köpfte zum 1:0 ein.

Die zweite Hälfte begann mit elf Minuten Verspätung, weil beide Fanlager Pyrotechnik abfeuerten und sich dichter Rauch über das Spielfeld legte.

Nach den Ausschreitungen in den vergangenen Jahren fand das Spiel unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Knapp 7.000 Plätze blieben frei, während 42.000 Zuschauer am Freitag für eine berauschende Atmosphäre sorgten.

„Nervenkitzel bis zum Ende“

Braunschweig kam mit der Unterbrechung zunächst besser klar und bestimmte das Geschehen nach Wiederbeginn. Doch die Gäste nutzten ihre Chancen nicht und blieben auch nach über 14 Minuten Nachspielzeit ohne eigenes Tor.

Die Spieler von Hannover zeigten sich nach dem Abpfiff schnell in Feierlaune und kosteten den Sieg vor der eigenen Fankurve aus. „Die Mannschaft soll das hier genießen, sie hat es sich wirklich verdient“, sagte Trainer Titz bei Sky, merkte aber auch an: „Vom Spielverlauf her war es so, dass uns der Torhüter heute sehr im Spiel gehalten hat.“

Auch Kapitän Enzo Leopold erklärte: „Das war Nervenkitzel bis zum Ende. Umso glücklicher bin ich, dass wir das Ding über die Zeit gebracht haben.“

—–
mit Sport-Informations-Dienst (SID)