Das Aus von Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke bei Hannover 96 hat für einen Paukenschlag in der 2. Bundesliga gesorgt.
Schmadtke-Knall: Brisante Hintergründe kommen ans Licht
Medien: So kam es zum Schmadtke-Aus
Der Knall bei den Niedersachsen kam durchaus überraschend – hatte man doch am Freitag noch das Niedersachsen-Derby gegen Lokalrivale Braunschweig für sich entschieden.
2. Liga: Streit in Stadion-Loge
Die recht knappe Pressemitteilung zum Aus des 62-Jährigen bereits Ende März ließ noch ordentlich Raum für Spekulationen.
Die Formulierung von der „einvernehmlichen Trennung“ soll dabei wohl nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Denn wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung nun berichtet, hatte es zuvor in der Führungsetage der 96er ordentlich gekracht.
Auslöser soll ein Streit in einer Stadion-Loge zwischen Schmadtke und 96-Gesellschafter Gregor Baum gewesen sein. Der frühere Liverpool-Manager, der erst im Januar die Geschicke bei den Niedersachsen übernommen hatte, soll höchst unzufrieden mit Trainer Christian Titz gewesen sein und bereits zu Beginn der Rückrunde über dessen Entlassung nachgedacht haben.
96-Führung steht hinter Titz
Neben Schmadtke sollen auch einige Spieler nicht mehr mit dem 96-Trainer auf einer Wellenlänge gewesen sein. Aufgrund der sportlichen Lage und des derzeitigen Rückstands von nur zwei Punkten auf Relegationsplatz drei soll die restliche Führungsetage der Niedersachsen wiederum hinter Titz gestanden haben. Der 54-Jährige war erst zu Beginn dieser Saison aus Magdeburg zu Hannover 96 gewechselt.
Laut der Bild kam es außerdem bei einer Aufsichtsratssitzung zu einem weiteren Knall. Demnach soll Schmadtke einen höheren Etat gefordert haben, was den Hauptgesellschaftern Martin Kind, Dirk Roßmann und Baum missfiel. Auch dort soll es hinter den Kulissen ordentlich gekracht haben.
Im Machtkampf bei den Hannoveranern zog Schmadtke damit offenbar den Kürzeren. Seine zweite Amtszeit, die nach der vierjährigen Periode zwischen 2009 und 2013 folgte, endete somit nach nur 81 Tagen.