Ein Punkt als Geschenk zum 40. Geburtstag von Trainer Vincent Wagner: Die SV Elversberg kam im Topspiel der 2. Liga bei Hannover 96 nach Rückstand immerhin noch zu einem 1:1 (0:1) und darf weiter vom ersten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga träumen.
Strittiger Elfer ärgert Hannover
Strittiger Elfer ärgert Hannover
Lukas Petkov traf per Foulelfmeter (56.) für die Saarländer, die ihre Erfolgsserie ausbauten: Die SVE hat keines ihrer bisherigen sieben Pflichtspiele gegen Hannover verloren. Das Elversberger Eigentor durch Maximilian Rohr (20.) reichte 96 nicht zum Sieg, die Niedersachsen bleiben zwei Punkte hinter Elversberg.
Die Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Robert Kampka war allerdings nicht unumstritten. Nach einem weiten Ball lieferten sich Noel Aséko und Immanuel Pherai ein Laufduell, dabei geriet zunächst der Hannoveraner Abwehrspieler ins Straucheln und stürzte schließlich. Pherai trat dann im Strafraum auf den fallenden Aséko und stürzte ebenfalls. Schiri Kampka entschied auf Strafstoß und auch der Videoassistent hatte keine Einwände.
Hannover kritisiert Elfer: „Eine Fehlentscheidung“
„Über die Szene brauchen wir nicht diskutieren, da gehst du einfach raus und schaust sie dir an“, schimpfte 96-Trainer Christian Titz hinterher bei Sky. „Danach würde ich mir gut überlegen: Hat er vorher gestoßen? Hat er ihn vorher getroffen? Ist er drübergestolpert?“
Aséko konnte die Entscheidung von Schiri Kampka ebenfalls nicht nachvollziehen. „Wenn er sich vorher fallen lässt, als ich ihn oben treffe, dann sage ich nichts. Aber dann läuft er weiter, dann trifft er mich, dann falle ich hin, dann fällt er hin. Das ist wie eine normale Kettenreaktion. Aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung, aber ich entscheide es nicht, sondern der Schiedsrichter“, sagte die Leihgabe des FC Bayern.
SVE-Coach Wagner wollte zur Elfer-Szene selbst nichts sagen, merkte aber an: „In der Entstehung ist es eine klare Rote Karte. Da hält Aséko gegen Pherai. Die Alternative ist dann: Rote Karte an der Mittellinie, weil Foul als letzter Mann. Das dürfen sich alle Menschen dann auch in Ruhe mal angucken.“
Elversberg-Trainer bedauert Book-Abgang zum BVB
„Wir freuen uns, dass wir uns das erarbeitet haben“, sagte Wagner kurz vor dem Anpfiff der Spitzenpartie bei Sky – und bedauerte noch einmal den kurzfristigen Abgang von Sportchef Ole Book zu Borussia Dortmund: „Das tut weh. Aber die SV Elversberg hat in es in der Vergangenheit immer ausgezeichnet, dass solche Lücken wieder gefüllt wurden.“
Vor einer ähnlichen Aufgabe steht 96, nachdem sich die Niedersachsen und Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke nach nur 81 Tagen getrennt haben.
Beide Teams starteten abwartend in die Partie, große Chancen gab es in der ersten Viertelstunde auf keiner Seite. Das änderte sich nach knapp 20 Minuten, als Rohr eine Hereingabe ins eigene Tor bugsierte. Bis zur Pause kontrollierte Hannover die Begegnung weitgehend, ein zweiter Treffer war mehrmals möglich.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Gastgeber dem Ausbau der Führung nahe, SVE-Torwart Nicolas Kristof hielt wie schon in der ersten Hälfte stark. Die vergebenen Chancen rächten sich. Statt Hannover traf Petkov auf der anderen Seite vom Punkt. Nach dem Tor wurden die Gäste stärker.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)