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Abstiegsdrama! Fortuna Düsseldorf muss runter

Abstiegsdrama! Fortuna muss runter

In der 2. Bundesliga spielt sich ein verrücktes Abstiegsdrama ab. Fortuna Düsseldorf ist der Leidtragende.
Florian Kastenmeier weinte bitterlich
Florian Kastenmeier weinte bitterlich
© IMAGO/Zink
In der 2. Bundesliga spielt sich ein verrücktes Abstiegsdrama ab. Fortuna Düsseldorf ist der Leidtragende.

Was für ein Abstiegsdrama in der 2. Bundesliga! Durch eine überraschend deutliche Niederlage bei Greuther Fürth (0:3) hat sich Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga verabschiedet. Fürth wiederum rettet sich in die Relegation.

Besonders bitter: Düsseldorf (17.) und Fürth (16.) sind nach 34 Spieltagen punktgleich – doch Fürth hat das um einen Treffer bessere Torverhältnis.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Einer der schlimmsten Tage. Weil wir Sachen gemacht haben … Ich habe gar keine Ahnung. Es lag in unserer Hand. Wir haben alles vermissen lassen, was es gebraucht hätte. Es gibt keine Erklärung dafür“, sagte Kapitän Florian Kastenmeier, der sich als einziger Spieler zunächst den Fans gestellt hatte und dann im Sky-Interview bitterlich weinte.

Düsseldorf verpasst Bundesliga-Aufstieg

Fortuna hatte letztmals in der Saison 2008/09 in der 3. Liga gespielt. Es folgte der direkte Aufstieg in die 2. Bundesliga.

2012/13 sowie 2018/19 und 2019/20 spielte Düsseldorf erstklassig. 2023/24 war der Aufstieg in der Relegation gegen den VfL Bochum gescheitert.

„Maximale Enttäuschung. Sicherlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Wir haben ein gutes Gefühl in dieses Spiel mitgenommen, leider konnten wir es heute nicht halten. Jetzt ist die Enttäuschung riesengroß. Irgendwann ist die Psychologie ein großer Faktor“, sagte Fortuna-Coach Alexander Ende bei Sky.

Mislintat: „Teil meiner Verantwortung“

Sportvorstand Sven Mislintat übernahm einen Teil der Verantwortung für den Abstieg und beteuerte seine Absicht weiterzumachen.

„Ich habe mit dem Wissen unterschrieben und mich für einen Klub entschieden, dass es eng werden kann. Wir waren 17., wir haben aber auch keinen Platz gut gemacht. Das ist Teil meiner Verantwortung, das ist ganz klar. Aber ich habe nicht einen Dreijahresvertrag unterschrieben, um wegzulaufen vor der Dritten Liga“, sagte Mislintat bei Sky.

Jubel gibt es derweil bei Arminia Bielefeld (13.) und Eintracht Braunschweig (15.), die beide direkt drinbleiben.

Fürth gegen Essen gefordert

Bielefeld fegte über Hertha hinweg (6:1). Braunschweig verlor bei Schalke 04 (0:1).

Fürth spielt kommenden Freitag (20.30 Uhr) auswärts sowie am 26. Mai (jeweils 20.30 Uhr) gegen den Drittliga-Dritten Rot-Weiss Essen um den letzten freien Platz in der Bundesliga-Saison 2026/27.

Preußen Münster stand zuvor schon als Absteiger fest.