2. Bundesliga>

Entlassungswelle? Nach Düsseldorf-Drama drohen drastische Folgen

Nach Absturz drohen drastische Folgen

Nach dem Abstieg in die 3. Liga steht Fortuna Düsseldorf nicht nur sportlich vor einer enormen Herausforderung. Auch die Folgen für die gesamte Belegschaft sind wohl verheerend.
Fortuna-Trainer Alexander Ende ringt nach dem Total-Ausfall im Abstiegsduell gegen Fürth und dem daraus resultierenden Gang in die Drittklassigkeit um die richtigen Worte. So erklärt der Übungsleiter die krachende Pleite gegen Fürth.
Lars Hinzberg
Nach dem Abstieg in die 3. Liga steht Fortuna Düsseldorf nicht nur sportlich vor einer enormen Herausforderung. Auch die Folgen für die gesamte Belegschaft sind wohl verheerend.

Fortuna Düsseldorf steht nach dem Abstieg vor einem Scherbenhaufen. Nicht nur sportlich ist nach der Niederlage gegen Greuther Fürth das Worst-Case-Szenario eingetreten – die wirtschaftlichen Folgen zwingen den Verein wohl zu drastischen Schritten.

Wie unter anderem die Rheinische Post berichtet, sollen über die Hälfte der Angestellten im Verein von betriebsbedingten Kündigungen bedroht sein. Alle Abteilungen wären demnach von der Entlassungswelle betroffen.

3. Liga zwingt zu drastischem Sparkurs

Durch den Gang in die 3. Liga gehen der Fortuna enorme Einnahmen verloren. Allein die TV-Einnahmen sinken von vorher etwa 17 Millionen Euro auf ca. 1,8 Millionen Euro, wie die NRZ berichtet.

Die kompletten Auswirkungen seien aktuell noch gar nicht absehbar: „Der Abstieg bringt eine Tragweite mit sich, die ich aktuell noch nicht nennen kann. Aber wir müssen jetzt knallharte Entscheidungen treffen“, kündigte der Vorstandsvorsitzende Alexander Jobst an.

Auch das Projekt „Fortuna für Alle“, das bei ausgewählten Spielen kostenlosen Zugang zum Stadion ermöglichte, wird in dieser Form nicht mehr möglich sein, bestätigte Jobst: „Freispiele sind in einem Drittliga-Fall nicht vorgesehen.“ Zumindest bei einer Senkung der Stadionmiete sei man in guten Verhandlungen mit der Stadt.

Sportlich bringt der Abstieg die Düsseldorfer in eine prekäre Lage: Nur zehn Spieler aus dem aktuellen Kader besitzen einen Vertrag, der auch für die 3. Liga gültig ist. Der Rest könnte im Sommer ablösefrei gehen.

Sportliche Folgen wohl bis in die Kreisliga

Auch Personalentscheidungen rund um Trainer Alexander Ende, Sportdirektor Sven Mislintat und Vorstandsvorsitzenden Alexander Jobst stehen noch aus. Alle drei zeigten sich aber bereit, mit in die 3. Liga zu gehen.

Zudem muss Fortunas U23, die den sportlichen Klassenerhalt in der Regionalliga West vor Wochen fix gemacht hatte, absteigen. Die DFB-Regularien legen fest, dass Zweitvertretungen von Drittligisten nicht in der Regionalliga starten dürfen.

Wie die WAZ berichtet, hat das Auswirkungen auf die Auf- und Abstiege bis in die Kreisligen im Westdeutschen Fußballverband.

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