2. Bundesliga>

Erster Zweitliga-Absteiger steht fest - Tränen-Interview nach Abpfiff

Tränen-Interview nach Abstieg

Preußen Münster muss zurück in die 3. Liga. Der Klub aus NRW ist der erste Zweitliga-Absteiger.
Marvin Schulz konnte seine Tränen im Interview nach dem Spiel nicht zurückhalten
Marvin Schulz konnte seine Tränen im Interview nach dem Spiel nicht zurückhalten
© IMAGO/HMB-Media
Preußen Münster muss zurück in die 3. Liga. Der Klub aus NRW ist der erste Zweitliga-Absteiger.

Preußen Münster steht als erster Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga fest. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz kam in ihrem Heimspiel am Sonntag gegen Darmstadt 98 nach langer Unterzahl nur zu einem 1:1 (1:1) und hat am letzten Spieltag am kommenden Wochenende als Tabellenletzter keine Chance mehr auf die Rettung.

Zwei Jahre nach dem Aufstieg tritt Münster damit wieder den Gang in die 3. Liga an, in der vergangenen Saison hatten die Preußen als Tabellen-15. noch die Klasse gehalten.

Im Sommer wurde anschließend Alexander Ende als neuer Trainer verpflichtet. Mitte März zog Münster, damals noch 16., dann die Reißleine, den erhofften Umschwung gab es jedoch auch unter Endes Nachfolger Schwartz nicht.

Nach Abstieg: Münster-Profi weint im Interview

Münsters Marvin Schulz wurde nach der Partie am Sky-Mikrofon von seinen Gefühlen übermannt. Auf Nachfrage, wie es bei ihm ankomme, dass es statt Beschimpfungen Applaus von den Rängen gebe, sagte der Mittelfeldspieler: „Sehr emotional.“

Unmittelbar danach brach ihm die Stimme weg, mit Tränen in den Augen blickte Schulz zur Seite und bekam zunächst kein Wort mehr heraus.

Nach einer kurzen Pause fuhr der 31-Jährige mit brüchiger Stimme fort: „Das hat die Mannschaft nicht verdient. Es tut einfach sehr weh. Weil ich gesehen habe, wie sie jeden Tag gearbeitet hat. Das ist sehr traurig.“

Den Anhängern, die trotz des Abstiegs keinen Groll zeigten, dankte Schulz ausdrücklich: „Die Fans haben uns immer unterstützt, waren immer da für uns. Es ist sehr schön, das (den Applaus der Fans; Anm. d. Red.) zu sehen.“

Ähnlich äußerte sich Abwehrspieler Niko Koulis: „Vor allen Dingen für die Fans, die uns die ganze Saison unterstützt haben, finde ich es echt schade und traurig, dass wir die nicht mit einem Sieg noch belohnen konnten. Dementsprechend bin ich rundum einfach traurig und niedergeschmettert.“

Münster ohne Sieg unter neuem Coach

Gegen Darmstadt blieb Münster auch im sechsten Ligaspiel unter dem neuen Coach sieglos. Shin Yamada (8.) hatte mit seinem frühen Führungstreffer zunächst noch die Hoffnungen auf ein Bestehen der Minimalchance auf den Klassenerhalt genährt. Nach dem Ausgleich durch Isac Lidberg (15.) machte sich Münster aber selbst das Leben schwer.

Kapitän Jorrit Hendrix (28.) musste nach einem heftigen Einsteigen gegen Darmstadts Killian Corredor mit Rot vom Platz, Darmstadt übernahm mit einem Mann mehr nun die Kontrolle.

Einen von ihm selbst verursachten Elfmeter konnte Preußen-Torwart Johannes Schenk im Duell mit Lidberg (37.) zwar entschärfen, von einem Comeback war Münster jedoch auch in der zweiten Halbzeit weit entfernt.

Einen Abstieg hätten die Preußen ohnehin auch mit einem Sieg nicht verhindert, weil Fortuna Düsseldorf parallel gegen die SV Elversberg gewann.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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