2. Bundesliga>

Frank Schmidt tobt! "Ich kann das nicht erklären"

Schmidt mit Wutrede

Der 1. FC Heidenheim kassiert nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga den ersten bitteren Rückschlag. Nach dem Spiel redet sich Trainer Frank Schmidt so richtig in Rage.
Frank Schmidt spricht über Werte im Fußball, erklärt, wo für ihn klare Grenzen verlaufen, und warum der Sinn und Zweck des Spiels nie aus dem Blick geraten darf.
Der 1. FC Heidenheim kassiert nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga den ersten bitteren Rückschlag. Nach dem Spiel redet sich Trainer Frank Schmidt so richtig in Rage.

Der Frust saß unglaublich tief nach der bitteren 1:4-Niederlage des 1. FC Heidenheim bei Hertha BSC. Nach zwei Spielen steht der Bundesliga-Absteiger in der 2. Bundesliga zwar bei drei Punkten, aber eben auch bei sieben Gegentreffern.

Speziell die schwache erste Halbzeit (0:3) sorgte nach dem Spiel für eine wahre Wutrede von Trainer Frank Schmidt. „Die erste Halbzeit war desolat. Da fehlen einem die Worte. Da muss man sich in Grund und Boden schämen für diese erste Halbzeit“, ärgerte sich der Heidenheim-Trainer.

Sebastian Grönning (2.), Marten Winkler (26.) und Deyovaisio Zeefuik (35.) sorgten mit ihren Toren schon vor der Pause für klare Verhältnisse.

„Am zweiten Spieltag zur Halbzeit 0:3 hinten zu liegen und das hochverdient, mit dem ersten Torabschluss in der 40. Minute. So kann man in keiner Liga auftreten“, tobte Schmidt.

2. Bundesliga: Schmidt wechselt Kapitän Mainka zur Halbzeit aus

Zur Halbzeit reagierte er mit einem echten Wechsel-Feuerwerk. Gleich viermal wechselte er und nahm auch Kapitän Patrick Mainka vom Feld. Besonders bemerkenswert: Sein absoluter Führungsspieler hatte in der vergangenen Bundesliga-Saison alle 34 Spiele über 90 Minuten bestritten.

„Es ist mir ein Rätsel, wie insbesondere so erfahrene Spieler heute so neben sich stehen können“, begründete Schmidt seine Wechsel: „Ich habe mich wirklich gewundert über diesen Auftritt. Ich kann das nicht erklären. Ich habe so viel vor dem Spiel über die Einstellung gesprochen. Wir haben uns die ganze Woche vorbereitet.“

Nach der Pause wurde es zumindest etwas besser. Daran änderte auch der Treffer von Jan Schöppner (49.) nichts. Herthas Torschütze Zeefuik sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (88.), in Unterzahl erhöhte Oluwaseun Adewumi (90.).

Für Heidenheim war es nach dem Auftaktsieg gegen Aufsteiger VfL Osnabrück (4:3) der erste Rückschlag in der neuen Saison.

Hertha startet mit zweitem Sieg perfekt

Deutlich besser dagegen die Lage bei Hertha BSC , die im zweiten Spiel den zweiten Sieg feierten. Trotz zahlreicher Abgänge legte Hertha einen perfekten Start in der 2. Bundesliga hin.

Leitl veränderte sein Team nach dem Sieg beim VfL Bochum (1:0) nicht – und die Gastgeber legten einen Blitzstart hin. Grönning verwertete eine Freistoßflanke von Winkler per Flugkopfball zur Führung. Die Berliner präsentierten sich auch in der Folge spielfreudig, Heidenheim kam kaum hinterher. Winkler erhöhte aus der Distanz, Zeefuik lupfte den Ball freistehend über Torhüter Frank Feller hinweg.

Heidenheim präsentierte sich nach vier Wechseln in der zweiten Halbzeit verbessert, es reichte aber nur für das Tor von Schöppner.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)