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"Das ist ja eigentlich dämlich, was er macht"

HSV-Legende mit Klartext nach Eklat

Nach seiner Suspendierung kommt Jean-Luc Dompé bei HSV-Legende Horst Hrubesch nicht gut weg. Mitspieler Robert Glatzel wiederum bedauert die Entwicklung.
Der Hamburger SV hat Jean-Luc Dompé vorerst suspendiert. Der HSV-Star sorgte bei den Rothosen für einen Eklat, weil er alkoholisiert in den Straßenverkehr eingriff. Trainer Merlin Polzin muss auf der PK mehrere Fragen zu diesem Thema beantworten.
Nach seiner Suspendierung kommt Jean-Luc Dompé bei HSV-Legende Horst Hrubesch nicht gut weg. Mitspieler Robert Glatzel wiederum bedauert die Entwicklung.

Ausgerechnet in der Woche vor dem Bundesliga-Kracher gegen den FC Bayern (2:2) hat Jean-Luc Dompé seinem Hamburger SV einen Bärendienst erwiesen und mit seinem erneuten Fehlverhalten im Straßenverkehr für mächtig Unruhe gesorgt.

Der Franzose, unbestritten einer der besten Fußballer in der Truppe von Trainer Merlin Polzin, aber in dieser Saison immer wieder von Achillessehnenproblemen ausgebremst, wurde am Donnerstag nach einer Alkoholfahrt vier Tage zuvor für das Bayern-Spiel suspendiert.

HSV-Legende Hrubesch: „Ist ja eigentlich dämlich“

Ein Schritt, den HSV-Legende Horst Hrubesch nachvollziehen konnte: „Zu Dompé ist ja nur zu sagen: Das ist ja eigentlich dämlich, was er macht“, betonte Hrubesch vor dem Anpfiff bei Sky. „Er weiß genau, dass er der Mannschaft schadet. Ich finde es konsequent, was Merlin macht. Dass er bei seinem Weg bleibt.“

Polzin wiederum betonte erneut, dass er nicht den Fehler machen wollte, „in dieser Woche vor dem Spiel irgendeine Ablenkung zuzulassen. Deswegen haben wir es mit einer klaren Konsequenz erstmal bis zum heutigen Spiel verschoben. Wir werden dann in Ruhe und ohne Emotionalität die nächsten Schritte Anfang der Woche besprechen.“

HSV-Boss findet deutliche Worte zu Dompé

Im Anschluss an die Partie fand auch HSV-Finanzvorstand Eric Huwer deutliche Worte: „Die Woche war schon emotional. Das Fehlverhalten war nicht zu akzeptieren. Er ist einer unserer Spieler, auf die Jungs passen wir immer auf. Wir wissen, was wir an Jean-Luc haben. Nichtsdestotrotz, aus Fehlern muss man lernen. Deswegen haben wir das auch genauso formuliert in aller Klarheit.“

Über das weitere Vorgehen wolle der HSV „eng beraten“, ergänzte Huwer: „Die Tür bleibt auf. Wir schauen uns an, wie der Spieler sich verhält.“

Dompé für Bayern-Spiel suspendiert

Stürmer Robert Glatzel, gegen die Bayern zunächst auf der Bank, gab unterdessen einen kleinen Einblick in das Innenleben der HSV-Kabine. Bisher habe sich noch keine Möglichkeit ergeben, mit Dompé Tacheles zu reden.

„Nach der Suspendierung haben wir ihn noch nicht gesehen“, berichtete Glatzel: „Wir haben noch nicht die Möglichkeit gehabt, als Mannschaft mit ihm zu sprechen. Wenn er wieder zu uns stößt, werden wir auf jeden Fall mal mit ihm sprechen.“

Dompé sei „ein Unterschiedsspieler in unserer Mannschaft. Er kann immer wieder für einzelne, besondere Momente sorgen und auch Spiele mitentscheiden. Deswegen ist es natürlich sehr schade. Ich verstehe mich auch sehr gut mit ihm, auf und neben dem Platz. Aber es ist jetzt leider so.“

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