Der SC Freiburg muss für den Traum vom ersten Viertelfinal-Einzug seiner Europacup-Geschichte eine gewaltige Schippe drauflegen und seinen Heim-Nimbus wahren. Der schwache Bundesligist verlor nach einem müden Kick 0:1 (0:1) im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League beim viermaligen belgischen Meister KRC Genk.
Freiburg übt Schiri-Kritik: "Entscheidungen, die nicht richtig waren"
Freiburg übt Schiedsrichter-Kritik
Zakaria El Ouahdi (24.) traf für den fünfmaligen belgischen Pokalsieger. Der Sport-Club braucht im Rückspiel in der kommenden Woche eine deutliche Leistungssteigerung. In der laufenden Europacup-Saison haben die Freiburger alle Heimspiele gewonnen.
Schuster: „Haben uns mehr erhofft“
„Selbstverständlich hätten wir uns gerne eine andere Ausgangsposition für das Rückspiel erspielt. Natürlich ist alles noch möglich, aber wir haben uns heute schon mehr erhofft“, sagte Trainer Julian Schuster nach dem Spiel bei RTL. Der Coach gab sich kritisch: „Unterm Strich eine Leistung, die nicht ausreichend ist. Wir müssen uns steigern und eine bessere Leistung zeigen.“
Am Schiedsrichtergespann übte Schuster Kritik: „Es waren einige Entscheidungen dabei, die heute dann in den einzelnen Situationen nicht richtig waren. Und wie gesagt, das kann mal sein. Aber es sollte nicht in einem Achtelfinale der Europa League, was dann ja doch entscheidend ist, passieren.“
Matthias Ginter pflichtete seinem Trainer bei: „Ein guter Schiedsrichter hätte das vielleicht ein bisschen besser unter Kontrolle gehabt. Aber das gehört dazu.“
Die Freiburger wurden in der Anfangsphase in die Defensive gedrängt, zweimal wurde es gefährlich vor Torwart Noah Atubolu. Kurz darauf freuten sich die Breisgauer zu früh. Ein Treffer von Johan Manzambi wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (8.). Im Anschluss entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Begegnung. In der 17. Minute war es erneut Manzambi, der die SC-Führung auf dem Fuß hatte.
Freiburg leistet sich zu viele Fehler
Die Gäste, die ohne den gesperrten Maximilian Eggestein auskommen mussten, leisteten sich in der Folge ungewohnt viele Fehler. Die fahrlässige Abwehrarbeit von Außenverteidiger Günter führte zum Rückstand. Kurz darauf vergab Konstantinos Karetsas sogar die Chance auf das zweite Tor der Belgier (27.). Der SC präsentierte sich ganz schwach in dieser Phase, mit dem knappen Rückstand zur Pause waren die Freiburger gut bedient.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen die Freiburger mit mehr Elan auf den Platz, vor allem die Zweikämpfe wurden bissiger geführt. Auch beim Tempo erhöhte der SCF die Schlagzahl - dennoch fehlte weiterhin die Durchschlagkraft in der Offensive. Der Freiburger Auftritt blieb weiter hinter den Erwartungen zurück.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)