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Fans schäumen: VfB-Star erhebt Vorwürfe

Fans schäumen: VfB-Star erhebt Vorwürfe

Die Schwaben verlieren das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Porto. Nach vogelwilden Minuten und VAR-Pech ist das Viertelfinale in Gefahr. Provokante Jubelgesten sorgen für Aufregung.
Fan-Frust beim VfB nach der 1:2-Niederlage gegen Porto in der Europa League. Stuttgart-Star Maximilian Mittelstädt äußert sich kritisch zu den Aktionen des FC Porto. VfB-Boss Fabian Wohlgemuth sieht darin jedoch einen normalen Aspekt des Spiels.
Die Schwaben verlieren das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Porto. Nach vogelwilden Minuten und VAR-Pech ist das Viertelfinale in Gefahr. Provokante Jubelgesten sorgen für Aufregung.

Nach vogelwilden sieben Minuten und VAR-Pech ist der erste Einzug des VfB Stuttgart in ein Europacup-Viertelfinale seit 28 Jahren in weite Ferne gerückt. Der DFB-Pokalsieger verlor im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League zu Hause 1:2 (1:2) gegen den 30-maligen portugiesischen Meister FC Porto.

Terem Moffi (21.) und Rodrigo Mora (27.) trafen für den Spitzenreiter aus Portugal. Nach beiden Treffern jubelten die Spieler Portos vor der Kurve der Stuttgarter. Das Tor von Nationalstürmer Deniz Undav (40.) war zu wenig für den Tabellenvierten der Bundesliga.

Europa League: VfB-Treffer zählt nicht

Dann auch noch VAR-Pech: Ein vermeintlicher VfB-Treffer von Angelo Stiller (70.) wurde aufgrund einer vorherigen Abseitsposition nicht anerkannt. Tiago Tomás stand in der Entstehung hauchzart im Abseits.

In den vergangenen Wochen hatten die Schwaben immer wieder mit dem VAR gehadert - nun die nächste knappe Entscheidung gegen den VfB.

„Wir haben individuelle Fehler gemacht, die werden auf dem Niveau bestraft“, sagte Undav bei RTL: „Dann ist es gegen so eine Mannschaft schwer, zwei Dinger zu machen.“ Das Rückspiel in Porto steht schon in der kommenden Woche auf dem Programm.

Provokanter Jubel der Gäste aus Porto

Maximilian Mittelstädt, der über weite Strecken auf der Bank saß und in der 84. Minute für Atakan Karazor eingewechselt wurde, klärte nach Abpfiff über die provokanten Jubelgesten der Gäste aus Porto auf. Kurz vor Wiederanpfiff war Mittelstädt im TV zu sehen, wie er sich mit aufgebrachten VfB-Fans austauschte.

„Die Fans haben sich nur ein bisschen beschwert, dass Porto vor deren Kurve gefeiert hat. Das war sehr, sehr provokant. Darüber haben sich die Fans aufgeregt“, erklärte der Linksverteidiger auf SPORT1-Nachfrage: „Uns hat es auch angestachelt, das ist nicht schön, wenn die Porto-Spieler vor der Kurve jubeln. Man würde es am liebsten verhindern, aber man kann als Einwechselspieler nicht auf den Platz laufen und die Porto-Spieler von der Kurve wegziehen.“

Wegen Zeitspiel: Undav mächtig bedient

Undav haderte ebenfalls mit dem Verhalten des Gegners. „Sie haben in jeder Situation versucht, Zeitspiel zu machen und haben immer den Ball liegen lassen. Ich glaube, der Linksverteidiger lag 37-mal auf dem Boden wegen der gleichen Aktion. Der Schiedsrichter hat da kaum durchgegriffen, das ist auch ein Witz, obwohl wir ihm das 100-mal gesagt haben.“

Seine klare Ansage für das Rückspiel: „Wir müssen genauso ekelig sein, genauso provozieren. Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen. Das, was die gezeigt haben, haben wir vermissen lassen.“

Die Schwaben kamen vor 60.000 Zuschauern mit Elan aus der Kabine und gaben in den ersten Minuten mächtig Gas. Echte Torchancen konnten sich die Stuttgarter, die erstmals in einem Pflichtspiel auf Porto trafen, trotz guter Ansätze aber nicht erarbeiten.

Vogelwilde Minuten - Porto schlägt doppelt zu

Nach rund einer Viertelstunde ließ der VfB nach. Das nutzten die Portugiesen sofort aus. Zunächst traf William Gomes aus der Distanz die Latte (20.), wenige Sekunden später machte es der Nigerianer Moffi besser. Die Defensive der Gastgeber sah bei dem Gegentreffer kollektiv schlecht aus. Kurz darauf hätte Moffi fast erhöht (24.).

Die Stuttgarter waren in dieser Phase völlig von der Rolle. Auf Fehler im Spielaufbau folgte Chaos in der Abwehr. Mora bestrafte den vogelwilden Auftritt der Schwaben. Die Stuttgarter waren minutenlang geschockt, erst Undav befreite sein Team mit einem starken Treffer aus der Lethargie.

Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte es der VfB mit Wucht, Porto ließ sich aber nicht beeindrucken. Nach einer Stunde blieb es beim knappen Vorsprung der Gäste, die bei Kontern stets gefährlich waren.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)