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"Geld im Ausland vielfach verbrannt - zum Glück für die Bundesliga"

„Geld wurde vielfach verbrannt“

Die deutsche Eliteklasse will einen etwas anderen Weg gehen als beispielsweise die schwerreiche englische Premier League. Geschäftsführer Marc Lenz fordert ein Umdenken und stützt die 50+1-Regel.
DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel (l.) und Marc Lenz (r.)
DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel (l.) und Marc Lenz (r.)
© picture-alliance/dpa/SID/Florian Wiegand
Die deutsche Eliteklasse will einen etwas anderen Weg gehen als beispielsweise die schwerreiche englische Premier League. Geschäftsführer Marc Lenz fordert ein Umdenken und stützt die 50+1-Regel.

Die Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht die Bundesliga im internationalen Vergleich trotz eines Minderkapitals von rund 15 Milliarden Euro in den vergangenen zehn Jahren gut aufgestellt.

„Der europäische Fußball ist finanziell auf einem Irrweg, da hohe Kaderkosten in vielen Ligen nicht durch Umsätze finanziert sind und durch Investoren oder Fremdkapital gedeckt werden müssen“, sagte Marc Lenz im kicker: „Faktisch wurde dieses Geld im Ausland zu großen Teilen somit vielfach ‚verbrannt‘ und nicht sinnvoll eingesetzt – glücklicherweise für die Bundesliga.“

Die deutsche Eliteklasse sei „von diesem Kapital nicht abhängig. Dieser Investorenweg und die Abhängigkeit von Investoren zum Ausgleich von Defiziten aus dem operativen Geschäft wird auch in Zukunft nicht Bundesliga-Weg sein“, führte Lenz aus.

DFL-Geschäftsführer fordert „Umdenken“

Wichtig sei eine Balance aus finanzieller Stabilität und gesellschaftlicher Verankerung, insbesondere langfristige Investitionen könnten die künftige Wettbewerbsfähigkeit „enorm“ beeinflussen. „Da brauchen wir ein Umdenken – es geht eben nicht um den nächsten Stürmer, sondern unsere perspektivische Ausrichtung“, sagte Lenz.

Für die Zukunft soll auch 50+1 „ein elementarer Bestandteil der Liga“ bleiben und man werde sich als DFL-Präsidium „stark für den Schutz und Fortbestand der Regel“ einsetzen.

Die DFL erwarte vom Bundeskartellamt „voraussichtlich noch in diesem Jahr eine finale Bewertung“, so Lenz. Eine Arbeitsgruppe arbeite bereits „an möglichen Szenarien, um vorbereitet zu sein und bestenfalls auch Rechtsstreitigkeiten innerhalb der 36 Klubs vermeiden zu können“.