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Leroy Sané als "furchtbar" abgestempelt - Galatasaray hat großes Problem

„Furchtbar“: Harte Kritik an Sané

Galatasaray Istanbul erlebt einen turbulenten Liga-Auftakt. Das Team von Leroy Sané rettet einen Punkt – eine Aktion hallt auch später noch nach.
Galatasaray braucht dringend Neuzugänge - auch auf der Position von Leroy Sané
© IMAGO/Middle East Images
Galatasaray Istanbul erlebt einen turbulenten Liga-Auftakt. Das Team von Leroy Sané rettet einen Punkt – eine Aktion hallt auch später noch nach.

Galatasaray Istanbul hat am ersten Spieltag der Süper Lig gegen Corum FK eine Blamage vermieden. Gegen den Aufsteiger kam das Team von Leroy Sané und Ilkay Gündogan am Freitagabend nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus.

Der Nigerianer Victor Osimhen eröffnete das Spektakel, das sich rein auf die zweite Spielhälfte beschränkte, in der 53. Minute mit dem 1:0. Dann erlebten die Istanbuler aber bittere Minuten: In nur 180 Sekunden drehte Corum das Spiel: Alexis Kyziridis (59.) per Traumtor und Jesús Ramírez (61.) erzielten die Treffer. Die Endphase sollte noch turbulenter werden.

Erst sah Kyziridis, der vor wenigen Tagen für knapp zwei Millionen in die Türkei gewechselt war, aufseiten Corums nach einem üblen Tritt auf die Achillessehne seines Gegenspielers Rot – und ließ damit die Schlussoffensive von Galatasaray losbrechen.

Harte Kritik an Sané

Dann nutzte Osimhen die finale Sturmphase und verhinderte in der 90. Minute durch seinen 2:2-Ausgleich per Kopf den Fehlstart. Sané war unmittelbar zuvor ausgewechselt worden, blieb das gesamte Spiel aber glücklos.

Zwar verbuchte der deutsche Nationalspieler vier Abschlüsse und komplettierte 30 seiner 34 Pässe. Zählbares sprang jedoch nicht heraus.

Entsprechend harsch fiel das Urteil in der türkischen Presse aus. Journalist Burak Özdemir erklärte: „Auch wenn der Name Leroy Sané viel verspricht, ist seine Leistung auf dem Platz eine totale Enttäuschung. In der letzten Saison war es nicht viel anders.“

Die Körpersprache des Deutschen sei „furchtbar, seine Leistung ist sogar noch schlechter! Es scheint fast so, als wäre es besser, wenn er gar nicht dabei wäre.“

Galatasaray braucht dringend Transfers

Beim Portal FotoMac wurde auf ein großes Problem hingewiesen, das Galatasaray schon seit Wochen umtreibt: Die fehlende Tiefe im Kader und vor allem die bisher ausgebliebenen Neuzugänge. „Sané spielt schlecht und er hat keinen Backup.“

Ugur Meleke von der Hürriyet schreibt entsprechend, dass der türkische Topklub dringend frisches Blut brauche. Gerade in der Offensive um Sané: „Ich denke, Galatasaray braucht in den letzten drei Wochen der Transferperiode drei bis vier Verstärkungen im Angriff. Mindestens einen Mittelstürmer, einen Spielmacher und einen Flügelspieler. Vielleicht sogar noch mehr.“

Auch Trainer Okan Buruk sprach sich für Neuzugänge aus, um die Durchschlagskraft zu erhöhen: „Diese Woche ist eine wichtige Woche. Es wird für uns wichtig sein, in dieser Woche Neuzugänge zu verpflichten. Sowohl im Hinblick auf die Größe des Kaders als auch auf den internen Wettbewerb und die Spieler, die aus dem eigenen Verein kommen können … wir haben viele Lücken in der Offensive.“

Man brauche „Verstärkungen für die Positionen hinter dem Stürmer, im Sturm und auf den Flügeln, insbesondere in der Offensive.“

Wirbel um Elfmeter-Szene

Eine Szene sorgte im Nachgang noch für mächtig Wirbel: Der Ex-Freiburger Roland Sallai wollte in der 80. Minute im eigenen Strafraum Corum-Stürmer Ramírez am Abschluss hindern. Der Venezolaner aber traf zuerst den Ball – und wurde im Anschluss von Sallai mit offener Sohle am Fuß getroffen.

Schiedsrichter Batuhan Kolak entschied sich, trotz einiger Proteste nicht auf den Punkt zu zeigen – Glück für Galatarasay. So dürfen sich Sané und Co. über einen Punkt freuen.

Gündogan kam erst in der 84. Minute ins Spiel, beendete das Spiel aber mit einer Passquote von 100 Prozent.

Am kommenden Freitag trifft Istanbul am zweiten Spieltag auf Erzurumspor FK.