Hans-Joachim Watzke hat FIFA-Präsident Gianni Infantino mit deutlichen Worten zum Rücktritt aufgefordert. Beim „Big Bang KI-Festival“ in Berlin erklärte der DFB-Vizepräsident am Donnerstag, die jüngsten Vorgänge rund um den Weltverband seien für ihn nicht mehr tragbar: „Die drei Dinge, die da passiert sind, das war zu viel“, sagte Watzke und legte nach: „Er sollte weg, ohne Wenn und Aber.“
„Er sollte weg“: Watzke stellt sich gegen Infantino
„Er sollte weg“: Watzke stellt sich gegen Infantino
Der langjährige Fußball-Funktionär begründete seine Forderung mit drei Vorfällen. Besonders kritisierte er einen von Infantino vergebenen FIFA-Friedenspreis an US-Präsident Donald Trump. „Du kannst dir ja nicht selber was ausdenken und verkündest das dann, das ist Wahnsinn“, sagte Watzke.
Watzke: „Das ist ja Wahnsinn“
Auch die Aufhebung einer Sperre gegen US-Nationalspieler Folarin Balogun sorgte bei ihm für Unverständnis. „Das kann nicht sein, dass, wenn da einer vom Platz fliegt, der Staatspräsident den FIFA-Präsidenten anruft, und erstaunlicherweise wird das Ding auch sofort einkassiert. Das ist ja Wahnsinn“, erklärte Watzke.
Hinzu kommt der inzwischen gescheiterte Plan Infantinos, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an FIFA-Wettbewerben für rund 20 Milliarden US-Dollar an einen US-Investor zu verkaufen. Nach Angaben Watzkes seien weder FIFA-Vizepräsidenten noch Mitglieder des FIFA-Rats über das Vorhaben informiert gewesen: „Eine WM läuft wie geschnitten Brot. Warum willst du da Investoren? Die FIFA sitzt auf einem riesigen Geldberg, der eigentlich uns gehört, den Nationalverbänden“, sagte Watzke.
Watzke verschärft seinen Ton
Noch vor einer Woche hatte sich Watzke deutlich zurückhaltender geäußert und einen freiwilligen Rückzug Infantinos lediglich als „denkbar“ bezeichnet. Nach der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees in Thessaloniki schlug er nun einen wesentlich schärferen Ton an: „Diese drei Vorkommnisse waren zu viel, deshalb muss Infantino jetzt idealerweise weg“, sagte Watzke.
Der FIFA-Präsident ist seit 2016 im Amt und will sich beim Kongress im März 2027 in Rabat für eine weitere Amtszeit bis 2031 zur Wahl stellen. Die UEFA hat angekündigt, einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken zu wollen.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.