Hasan Ismaik hat bestätigt, dass er ein wichtiges Darlehen an den TSV 1860 München gekündigt hat. Gleichzeitig forderte der Investor einen Neuanfang – unabhängig von der Ligazugehörigkeit.
Traditionsklub am Abgrund: Ismaik bestätigt Hiobsbotschaft für 1860
Investor knallhart! 1860 droht Insolvenz
In den vergangenen Tagen hatten SZ und Bild berichtet, dass die Entscheidung des jordanischen Geschäftsmanns den Verbleib der Löwen in der 3. Liga gefährdet. Um die Lizenz zu erhalten, muss der Traditionsklub aus München bis zum 3. Juni eine finanzielle Lücke von 2,7 Millionen Euro stopfen.
Dazu kommt: Geschäftsführer Manfred Paula erklärte der SZ, dass man in den Notbetrieb übergegangen sei und aktuell keine Gehaltszahlungen leisten könne. Es droht also sogar die Insolvenz.
TSV-Investor: „Es kann so nicht weitergehen“
„Auch ich übernehme vollumfänglich Verantwortung für die Vergangenheit“, erklärte Ismaik in einem Statement: „Doch nach all diesen Jahren müssen wir ehrlich und unmissverständlich sein: Die derzeitige Situation kann so nicht weitergehen, und die aktuelle Situation muss ernsthaft und mutig auf den Prüfstand gestellt werden.“
Er habe in den vergangenen 15 Jahren nahezu 80 Millionen Euro in den Verein gesteckt. Aber: „Der Verein braucht mehr als eine neue Finanzierung. Er braucht eine echte Restrukturierung, ein klares Finanzkontrollsystem und Compliance sowie ein Management, das nach modernen institutionellen Standards arbeitet, wie es auch bei erfolgreichen Vereinen und Unternehmen der Fall ist.“
Ismaik, der seine Anteile am TSV im vergangenen Jahr verkaufen wollte, bestätigte auch die Gründe für seine Entscheidung: „Wie Ihr der Presse sicherlich entnommen habt, habe ich die bestehenden Darlehen gekündigt, weil wichtige Verpflichtungen unter den Darlehensverträgen nicht eingehalten wurden.“
Die Liga ist für Ismaik nicht entscheidend
Der Unternehmer behauptete, mehrere Lösungsansätze, gekoppelt an Bedingungen, vorgelegt zu haben: „Ich bleibe weiterhin bereit zum Dialog und zur Zusammenarbeit in jeder Weise, die den Interessen der Löwen dient.“
Auch ein neues Darlehen könne die Probleme aber nicht lösen: „Manchmal ist es notwendig, einen Schritt zurückzugehen, um eine solide und stabile Zukunft aufzubauen.“ Entscheidend sei dabei nicht, „in welcher Liga wir heute spielen“, sondern Mut und Realismus.
Ob der Absturz in die Regionalliga – oder ein noch schlimmeres Schicksal – verhindert werden kann, bleibt damit vorerst offen.