Fortuna Düsseldorf ist mit einem schweren Dämpfer in die Mission Wiederaufstieg in der 3. Fußball-Liga gestartet. Im stimmungsvollen Traditionsduell bei Waldhof Mannheim verlor der tief gestürzte und personell rundum erneuerte Rheinklub zum Saisonstart mit 1:2 (0:1). Vincent Thill (18.) und Julian Ulbricht (48.) trafen im Carl-Benz-Stadion zum Sieg für die Kurpfälzer. Fabian Schleusener erzielte nur noch den Anschluss (56.).
Der Neustart wird zum Fiasko
Der Neustart wird zum Fiasko
„Wenn du hier bestehen willst, dann darfst du nicht eine Halbzeit so wegschenken wie wir“, ärgerte sich Düsseldorfs Alexander Ende bei MagentaTV. Er betonte, dass dies seiner Mannschaft niemals passieren dürfe: „Wir wollten anders in die Saison starten, deswegen tut es weh.“
Mögliches Foul sorgt für Wirbel
Mit 18 Transfers in sieben Wochen war es für die Fortuna nach dem bitteren Zweitliga-Finale im Mai ein Neustart ins Ungewisse. Der Favorit war gleich im Pech, als Schiedsrichterin Fabienne Michel ein Klammern von Lukas Klünter an Neuzugang Schleusener nicht als Notbremse ahnte. „Für mich ist das Rot. 100 Prozent Fehlentscheidung. Bitter“, sagte der rotgesperrte Fortuna-Kapitän Jorrit Hendrix in der Halbzeit bei MagentaTV.
Die Unparteiische äußerte sich nach dem Abpfiff und gestand ihren Fehler ein: „Es ist kein schönes Gefühl, wenn man von so vielen Spielern angelaufen wird und sie reklamieren. Meine Marschroute ist, dass eine Rote Karte ein unfassbarer Eingriff ins Spiel ist. Im laufenden Spiel hat mir die Klarheit gefehlt, deswegen habe ich nicht gepfiffen. Im Nachhinein sehe ich aber, dass ein Griff da ist.“
Mannheim schießt Traumtor
Düsseldorf hatte zuvor in der Anfangsphase gute Gelegenheiten liegen gelassen, Mannheim hielt vor 19.007 Zuschauern intensiv dagegen. Thill traf aus 30 Metern zur Führung, im Fokus stand dabei auch Fortuna-Keeper Lasse Rieß, der beim zentralen Abschluss wohl auch wegen der tiefstehenden Sonne zu spät reagierte. Seine Kappe lag derweil neben dem Tor.
Fortuna-Trainer Alexander Ende wechselte zur Pause dreifach und wurde erneut eiskalt erwischt: Nach einem sehenswerten Spielzug legte Ulbricht nach. Der Anschluss von Schleusener kam aus dem Nichts, der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.
— Mit Sport-Informations-Dienst (SID)