Joakim Maehle hat dem VfL Wolfsburg einen Bärendienst erwiesen: Der Verteidiger ist im Relegations-Rückspiel gegen den SC Paderborn (1:2 n.V.) mit Gelb-Rot vom Platz geflogen, was beim VfL für mächtig Ärger sorgte.
Wolfsburg-Ärger nach Dämlich-Platzverweis!
Wolfsburg-Ärger wegen dieser Szene
Was war passiert? Zunächst bekam Maehle im Rahmen einer Rudelbildung von Schiedsrichter Felix Zwayer die Gelbe Karte gezeigt (11.). Dabei war Maehle zuvor mehrmals von Paderborner Spielern angegangen worden, unter anderem vom späteren Torschützen Filip Bilbija. Maehle spitzelte den Ball schließlich weg und sah dafür Gelb.
Hecking: „Hätten uns mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“
„Ach wissen Sie, wir können darüber diskutieren, es ist aber müßig. Wir haben eine komplett andere Bewertung dieser Szene. Wir hätten uns gewünscht, dass er in dieser Situation einfach Fingerspitzengefühl gezeigt hätte“, ärgerte sich Trainer Dieter Hecking bei Sat.1.
Was die Aktion von Bilbija anging meinte Hecking: „Wenn das keine Tätlichkeit von Bilbija ist, dann können wir auch aufhören.“
Zwayer selbst wollte sich nach dem Spiel nicht zu den Szenen äußern. Hecking resümierte: „Es ist müßig. Wir müssen Paderborn zum Aufstieg gratulieren. Nichtsdestotrotz war es für uns sehr unglücklich.“
Platzverweis: Experten-Kritik an Maehle
Nur zweieinhalb Minuten später durfte der Däne vorzeitig duschen gehen. Er kam im Zweikampf gegen Mattes Hansen zu spät und erwischte seinen Gegenspieler am Knöchel.
„Er trifft ihn unterm Sprunggelenk. Ganz klarer Platzverweis. Schwierig, das zu erklären und in Worte zu fassen, was den Spieler da geritten hat“, sagte Experte Lars Stindl bei Sat.1.
„Da braucht man mehr Feingefühl, auch wenn es hitzig ist. Trotzdem hat er die nötige Erfahrung und schon viel erlebt. Da darf er sich nach einer Viertelstunde nicht so hinreißen lassen, zu so einer Aktion“, wurde der ehemalige Bundesliga-Profi deutlich.
Auch Hecking bewertete das Foul und die zweite Gelbe Karte als „unstrittig“.
Wolfsburg lag zum Zeitpunkt der Gelb-Roten Karte mit 1:0 in Führung. Dzenan Pejcinovic hatte in der 3. Minute getroffen. Paderborn gelang in der 39. Minute durch einen Kopfballtreffer von Bilbija der Ausgleich. Der Treffer von Laurin Curda zum 2:1 in der Verlängerung (100.) besiegelte den Wolfsburger Abschied.