Relegation Bundesliga>

Nach 29 Jahren ist der Super-GAU perfekt!

Super-GAU nach 29 Jahren perfekt

Paderborn steigt in die Bundesliga auf - der VfL Wolfsburg scheitert dramatisch. Die Entscheidung fällt erst in der Verlängerung.
Der VfL Wolfsburg steigt zum ersten Mal seit 29 Jahren aus der Bundesliga ab. Die Fans sind zutiefst erschüttert.
Paderborn steigt in die Bundesliga auf - der VfL Wolfsburg scheitert dramatisch. Die Entscheidung fällt erst in der Verlängerung.

Verlängerungs-Drama in der Relegation: Der SC Paderborn ist in die Bundesliga aufgestiegen. Der VfL Wolfsburg erlebt den Super-GAU und geht erstmals runter!

Nach einem packenden Kampf setzte sich Paderborn im eigenen Stadion mit 2:1 nach Verlängerung durch. Das Hinspiel in Wolfsburg war 0:0 ausgegangen.

Relegation: Paderborn jubelt in der Nachspielzeit

Laurin Curda erzielte in der Verlängerung den entscheidenden Treffer (100.). Zehn Wolfsburger stemmten sich mit aller Kraft gegen die Niederlage – konnten den Abstieg aber nicht mehr verhindern. Damit ist das Fiasko für die Wolfsburger nach einer Saison zum Vergessen perfekt: Nach 29 Jahren endet die Zeit in der Bundesliga.

Die Paderborner hingegen konnten ihr Glück kaum fassen und stürmten auf den Platz. „Das ist krank. Das ist geil. Es ist surreal, ich werde wahrscheinlich mindestens eine Nacht brauchen, um es zu realisieren“, freute sich Paderborn-Coach Ralf Kettemann bei Sat.1.

Ganz anders stand es um die Gemütslage bei den Wolfsburgern, bei denen Wut und Enttäuschung herrschte. Direkt nach dem Abpfiff zertrümmerte VfL-Verteidiger Jeanuel Belocian mit einem Tritt eine Tür, die zum Wolfsburger Kabinentrakt führte.

Patrick Wimmer erklärte bei Sky: „Die Fassungslosigkeit ist jedem eigentlich ins Gesicht geschrieben. Auch in der Kabine, da ist einfach Leere da. Man kann eigentlich noch gar nicht realisieren, was alles passiert ist.“

Im Netz kassierte der VfL derweil zu allem Überfluss auch noch einen Shitstorm. Zum X-Post der Wölfe zum Abschied hagelte es tausende hämische Kommentare voller Schadenfreude.

Wenn du hier klickst, siehst du X-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von X dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Maehle erweist Wolfsburg einen Bärendienst

Dabei erwischte Wolfsburg den besseren Start und ging früh durch Dzenan Pejcinovic in Führung (3.). Filip Bilbija glich schließlich für Paderborn aus (38.). In der regulären Spielzeit fielen keine weiteren Tore mehr, so ging es in die Verlängerung.

Weil Joakim Maehle in der 14. Minute eine durchaus vermeidbare Gelb-Rote Karte sah, musste die Mannschaft von Dieter Hecking nahezu über die gesamte Spieldauer in Unterzahl spielen.

Bei der ersten Verwarnung von Maehle monierte Aufsichtsratsmitglied und Ex-Profi Diego Benaglio allerdings fehlendes „Fingerspitzengefühl“ von Schiedsrichter Felix Zwayer. „Wir haben uns die Szene noch einmal angeschaut. Ja, er spielt den Ball ganz leicht weg. Aber ihn dafür verantwortlich zu machen, dass es danach eine Rudelbildung gibt – sei mir nicht böse –, das sehen wir nicht.“

In der Nachspielzeit hätte Sven Michel beinahe die Partie entschieden, doch sein Kopfball knallte nur gegen den Pfosten (90.+2). Curda machte es schließlich besser (100.).

Um ein Haar hätte Kento Shiogai noch ausgeglichen, aber Dennis Seimen rettete glänzend (120.). Auch die Volley-Abnahme von Jesper Lindström segelte knapp am Tor vorbei (120.+3).

Wolfsburg muss runter – Paderborn erstklassig

Wolfsburg hat sich am letzten Bundesliga-Spieltag durch ein 3:1 beim FC St. Pauli in die Relegation gerettet, blickt nun aber in die Röhre.

Der SC Paderborn ist erst dank eines 2:0 am 34. Spieltag beim SV Darmstadt 98 noch auf Platz drei in der 2. Bundesliga geklettert und feiert nun den Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs.