In Leverkusen war man am vergangenen Samstagnachmittag überglücklich. Nicht nur, dass man mit 1:0 gegen Werder Bremen gewann: Durch die gleichzeitige Niederlage der Bayern gegen Augsburg behielt die Werkself auch noch den inoffiziellen Titel der Unbesiegbarkeit.
Dieses Detail ist dem FC Bayern egal
Ein Detail ist den Bayern egal
Zur Erinnerung: In der Saison 2023/24 holte Bayer 04 unter Trainer Xabi Alonso die Meisterschaft – und das ohne eine einzige Niederlage. Entsprechend wurde in Leverkusen am Wochenende gefeiert.
„Ungeschlagen Meister – SVB“, sangen die Fans, während man sich im Süden der Fußball-Republik die Wunden leckte.
Bayern ärgert sich nur über die Pleite
Doch wer nun glaubt, die Pleite gegen den FCA hätte aufgrund des verpassten Rekords die Münchner in Schockstarre versetzt, irrt. Den Bayern ist dieses Detail auf dem Weg zur Meisterschaft herzlich egal – zumindest der Mannschaft und den Verantwortlichen.
„Es ist natürlich immer unser Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Aber wir ärgern uns jetzt nicht, dass wir den Rekord verpassen, sondern wir ärgern uns, dass wir ein Spiel verloren haben – weil man es eben nicht gerne hat, dass man verliert“, sagte Joshua Kimmich nach dem Spiel gegen Augsburg.
Damit lag er genau auf der Linie von Jonathan Tah, der übrigens damals ein Leverkusener war, als die eine Saison lang unschlagbar waren.
„Der Fokus lag nie auf irgendwelchen Rekorden“
„Der Fokus lag nie auf irgendwelchen Rekorden, […] sondern wirklich einfach darauf, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen. Das übergeordnete Ziel ist aber natürlich, Meister zu werden“, erklärte der Innenverteidiger. Der Weg dorthin könne ganz unterschiedlich sein.
Fakt ist: Die Rekordjagd ist vor allem ein Thema, das die Fans bewegt. Schließlich kann man in München auch den Klassiker „Ihr werdet nie Deutscher Meister“ nicht mehr singen, wenn es gegen Leverkusen geht. Vielen bayerischen Anhängern fehlt dieser Gag merklich.
Sportvorstand Max Eberl brachte schließlich die Haltung an der Säbener Straße auf den Punkt: „Das war nie unser Ziel.“ Das darf man tatsächlich glauben.