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Bundesliga: Pleite und Pfiffe - War es das für Werder-Coach? Boss reagiert

Aus für Werder-Coach? Boss reagiert

Werder Bremen rutscht immer tiefer in die Krise. Muss Horst Steffen um seinen Job zittern?
Werder Bremen wartet seit acht Spielen auf einen Sieg. Der Druck auf Trainer Horst Steffen wächst. Vor dem Nachholspiel gegen Hoffenheim stellt sich der Coach den Fragen der Reporter.
Werder Bremen rutscht immer tiefer in die Krise. Muss Horst Steffen um seinen Job zittern?

Trotz Unterzahl weiter makellos: Die TSG Hoffenheim setzt ihren Höhenflug fort und verschärft Werder Bremens Krise empfindlich. Die Kraichgauer feierten im Nachholspiel der Bundesliga an der Weser mit dem 2:0 (1:0)-Sieg ihren vierten Erfolg im neuen Jahr und nehmen die Champions League immer fester in den Blick. Die Hanseaten um den zunehmend angeschlagenen Trainer Horst Steffen rutschen dagegen weiter ab auf Rang 15.

„Ich habe keine Angst. Es ist nicht schön, solche Ergebnisse zu haben und ich möchte gerne bessere Ergebnisse erzielen. Aber ich habe die Idee, dass wir irgendwann dastehen und sagen, wir haben diese echt schwierige Anfangsphase gemeinsam überstanden und für Werder ein gutes Ergebnis rausgeholt“, gab sich der Coach bei Sky kämpferisch.

Werder wartet seit mittlerweile neun Partien auf einen Dreier und hat im neuen Jahr erst einen Punkt geholt. In fünf der vergangenen sechs Partien schoss die Elf kein Tor. Zur Halbzeit und nach dem Ende pfiffen die Fans ihre Mannschaft deutlich hörbar aus. Der Druck im nächsten Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach ist für Steffen und sein Team groß.

Werder-Boss Fritz schenkt Steffen weiter das Vertrauen

Geschäftsführer Clemens Fritz gab seinem Trainer für die richtungsweisende Partie gegen den direkten Konkurrenten am Samstagabend eine Jobgarantie. „Ja“, sagte der Ex-Profi bei Sky auf die Frage, ob Steffen gegen Gladbach noch an der Seitenlinie steht.

Dann fügte Fritz an: „Uns ist bewusst, in welcher Situation wir sind. Trotzdem bleiben wir ruhig intern. Wenn ich sehe, wie Horst und sein Team mit der Mannschaft intensiv arbeiten und immer wieder Lösungen an die Hand geben, ist es das Entscheidende. Wir müssen uns da gemeinsam herausziehen.“

Ein Traumtor von Alexander Prass kurz vor der Halbzeitpause (44.) und der zweite Treffer von Grischa Prömel zu einem enorm günstigen Zeitpunkt (54.) brachten das Team von Trainer Christian Ilzer auf Kurs. Kurz vor dem 2:0 hatte Wouter Burger nach Videobeweis wegen groben Foulspiels Rot gesehen (52.), die Bremer konnten den Vorteil aber nicht nutzen.

Die TSG rückt bis auf drei Punkte an den Tabellenzweiten Borussia Dortmund heran und stellt ihren bisherigen Rekord nach 19 Spieltagen mit 39 Punkten ein. So viele Zähler hatte der Klub zu diesem Zeitpunkt bislang nur in der Premierensaison 2008/09 eingesammelt.

Werder seit neun Spielen ohne Sieg

Die Vorzeichen der ursprünglich für den 10. Januar angesetzten und wegen der Witterung abgesagten Partie waren völlig konträr. Neben der Krise kamen bei Werder Defensivsorgen durch den Ausfall des gesperrten Kapitäns Marco Friedl und dessen angeschlagenem Abwehrkollegen Amos Pieper hinzu. Sein Gegenüber Ilzer konnte die wenige Zeit konzentriert nutzen, um sein Team im Flow zu halten.

Das erste Zeichen in der Offensive setzten noch die Bremer durch Justin Njinmah (1.). Die TSG-Elf, die auf drei Positionen verändert begann im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Frankfurt, übernahm nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zunehmend die Spielkontrolle.

Die Gäste hatten mehr Struktur und individuelle Klasse zu bieten, Bremen hielt mit viel Einsatz dagegen und setzte auf Konter. Nach dem Treffer von Prass ging es für die Werder-Profis mit einigen Pfiffen in die Kabine.

Die Hoffnung, die mit dem Platzverweis aufkeimte, dämpfte Prömel schnell. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Romano Schmid wurde wegen Abseits einkassiert (64.). Joker Keke Topp (87./90.+4) hätte noch einmal für Spannung sorgen können, vergab aber jeweils aus aussichtsreicher Lage per Volleyschuss.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)