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Der FC Bayern muss beim BVB ohne seine Ultras auskommen

FC Bayern in Dortmund ohne Ultras

Einige Anhänger der Gäste geraten kurz vor Beginn des Spiels bei Borussia Dortmund mit der Polizei aneinander - und bleiben der Tribüne fern.
Nach dem Klassiker muss Emre Can das Stadion auf Krücken verlassen - ein Bayern-Star zeigt daraufhin besondere Größe.
Einige Anhänger der Gäste geraten kurz vor Beginn des Spiels bei Borussia Dortmund mit der Polizei aneinander - und bleiben der Tribüne fern.

Der FC Bayern hat im Topspiel bei Borussia Dortmund (3:2) ohne seine Ultras auskommen müssen. Die aktive Fanszene boykottierte kurzfristig die Partie.

Grund: Die Anhänger fühlten sich SPORT1-Informationen zufolge von der örtlichen Polizei und bei der Einlasskontrolle ungerecht behandelt. Von Schikane ist die Rede.

Entsprechend veränderte sich die Dynamik im Gästeblock im Norden des Signal Iduna Parks. Weder große Banner noch Fahnen waren zu sehen. Zudem verzichteten die Bayern-Anhänger auf eine Choreografie, die bei Auswärtsspielen vereinzelt vorgenommen wird.

Ultras des FC Bayern: Berichte von Auseinandersetzungen mit der Polizei

Wie Sky berichtete, seien die Fans vor dem Stadion mit Einsatzkräften aneinandergeraten. „Es soll eine Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einem Teil der aktiven Fanszene der Bayern gegeben haben vor dem Spiel“, sagte Reporterin Britta Hofmann: „Deswegen haben sich rund 500 Fans entschieden, das Spiel im Stadionumlauf zu schauen und den Support einzustellen.”

Die Abendzeitung will indes aus Ultrakreisen erfahren haben, dass „Beamte wohl mit Schlagstöcken und Pfefferspray auf einen Teil der Fans losgegangen“ seien, wie es hieß. Demnach habe es sogar Verletzte gegeben. Die Polizei Dortmund habe auf Nachfrage mitgeteilt, „dass eine 29-köpfige Gruppe an Bayern-Fans versucht habe, sich mit gefälschten oder nicht regulären Tickets in den Gästeblock zu schleusen“.

Diese Personen hätten das Stadion zwar trotzdem betreten dürfen. Jedoch entschieden sich die Fans, außerhalb des Gästeblocks zu bleiben.

Polizeisprecher wollte Medienberichte zunächst nicht bestätigen

Auf Anfrage der Deutschen Presseagentur konnte ein Sprecher den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken zunächst nicht bestätigen. Es sei lediglich zu einer sogenannten Personalienfeststellung gekommen. Bayern-Sportdirektor Christoph Freund bedauerte die fehlende Unterstützung. „Wir haben das mitbekommen und wollten dann auch wissen, was da los ist. Ich habe da aber keine Details“, wurde der Österreicher von der dpa zitiert: „Schade, dass es sowas gibt bei so einem Spitzenspiel.“

Trotz der fehlenden Unterstützung konnten die Bayern den BVB niederringen und machten den wohl endgültig entscheidenden Schritt Richtung Titel.