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Abstiegsangst! Gladbach wieder ohne Sieg

Abstiegsangst! Gladbach wieder ohne Sieg

Ausgerechnet der langjährige Gladbacher Matthias Ginter vergrößert die Krise der Fohlen, die seit sieben Spielen auf einen Sieg warten. Der Abstiegskampf spitzt sich bei der Borussia weiter zu.
 Borussia Mönchengladbach ist seit sechs Spielen ohne Sieg und die Sorge bei den Fans wächst zunehmend.
Ausgerechnet der langjährige Gladbacher Matthias Ginter vergrößert die Krise der Fohlen, die seit sieben Spielen auf einen Sieg warten. Der Abstiegskampf spitzt sich bei der Borussia weiter zu.

Borussia Mönchengladbach wartet in der Fußball-Bundesliga weiter auf den ersten Sieg der Rückrunde. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski verlor beim SC Freiburg mit 1:2 (0:1) und ließ wichtige Punkte im Abstiegskampf liegen.

Als Tabellen-14. befindet sich die Fohlenelf nach nun sieben Spielen ohne Sieg in großer Abstiegsgefahr. Immerhin die Konkurrenz enteilte den Gladbachern nicht, keines der Teams vor der Borussia gewann am Wochenende.

Der ehemalige Gladbacher Matthias Ginter (38.) mit seinem ersten Saisontor und Igor Matanovic (74.) besorgten den Freiburger Sieg. Das Kopfballtor von Haris Tabakovic (85.) reichte nicht mehr für eine Aufholjagd.

„Wir haben uns heute viel vorgenommen. Wir wissen, es geht um Punkte, um Siege. Das ist zu wenig“, zeigte sich Torschütze Tabakovic nach der Partie bei DAZN niedergeschlagen.

Auch Sportdirektor Rouven Schröder erklärte, man müsse „die Fesseln lösen“, andernfalls werde es „in der Form nicht reichen“. Für die kommenden Wochen sprach Schröder Polanski trotz des erneuten Rückschlags sein Vertrauen aus und versicherte, dass niemand die aktuelle Situation unterschätze.

Die Breisgauer verkürzten den Abstand auf die Europapokalplätze wiederum auf nur noch sechs Punkte und überholten den Tabellensiebten Eintracht Frankfurt.

Qualitätsdebatte? Polanski widerspricht

Nach der 0:3-Pleite in Frankfurt hatte Polanski mit dem Verhalten seiner Mannschaft in Angriff und Abwehr gehadert, eine generelle Qualitätsdebatte lehnte der Coach aber ab. „Ich habe nicht die generelle Qualitätsfrage aufgemacht“, sagte er vor dem zweiten Auswärtsspiel nacheinander bei DAZN: „Ich habe gesagt, dass wir in beiden Strafräumen qualitativ schlechter waren am Wochenende. Das wollen wir heute ändern und besser sein.“

In Freiburg forderte Polanski „Ruhe“ im Angriff und „in der eigenen Box Konsequenz“. Zumindest Letzteres setzte seine Mannschaft zunächst um. Abschlüsse wie der unplatzierte Flachschuss von Yuito Suzuki (28.) oder Jan-Niklas Beste (33.) aus spitzem Winkel sorgten für wenig Zittern.

Beim artistischen Treffer durch Ginter, der den Ball nach einem langen Einwurf im Rückwärtsfallen versenkte, stand Joe Scally dann aber nicht eng genug am Ex-Kollegen dran. Ginter, fünf Jahre im Trikot der Borussia unterwegs, verkniff sich anschließend großen Jubel und hob stattdessen entschuldigend die Hände.

Bundesliga: Nicolas reagiert stark, Tabakovic verpasst Lucky Punch

Die Gladbacher erzeugten ganz wenig Gefahr. Es mangelte an mutigen Angriffen und so erspielte sich die Borussia erst in der 70. Spielminute den ersten Torschuss. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff schoss Tabakovic aus wenigen Metern drüber. Es blieb lange die einzig gefährliche Chance der Gäste, da Freiburg das Geschehen auch nach der Pause kontrollierte.

Gladbachs Keeper Moritz Nicolas verhinderte das 0:2, gegen den völlig freien Beste brachte er aus einem Meter noch seinen Fuß an den Ball (63.).

Polanski wechselte dreifach, Gladbach lief viel an, schaffte aber wenig. Einziger Hoffnungsschimmer blieb, dass Europa-League-Teilnehmer Freiburg die Vorentscheidung zunächst ausließ. Bis Nicolas eine Hereingabe von Maximilian Eggestein nur zur Seite abklatschen lassen konnte und Matanovic genau richtig stand.

In der Nachspielzeit hatte Tabakovic den Lucky Punch noch einmal auf dem Fuß. SC-Kapitän Christian Günter ging in letzter Sekunde aber noch dazwischen und spitzelte den Ball aus der Gefahrenzone. Es war der Schlusspunkt des Gladbacher Aufbäumens, das zwar den Willen erkennen ließ, jedoch ohne Erfolg blieb.

„Am Ende ist es ein Ergebnissport“, analysierte Polanski die Leistung seiner Mannschaft und meinte: „Wir haben jetzt oft genug darüber gesprochen, dass wir drin waren im Spiel und gut mitgespielt haben. Am Ende kriegen wir aber kein Ergebnis.“

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)