Abwehrspieler Miro Muheim hat nach dem Bundesligaspiel seines Hamburger SV beim FSV Mainz 05 die rustikale Spielweise der Rheinhessen kritisiert.
HSV-Profi kritisiert Mainz als "Tretertruppe" - die Reaktion folgt prompt
„Tretertruppe“: Mainz abgewatscht
„Ich habe schon lange nicht mehr gegen so eine Tretertruppe gespielt, muss ich ehrlich sagen“, sagte der Schweizer nach dem 1:1 bei Sky. „Aber ich kann ihnen auch gar keinen Vorwurf machen. Sie sind im Abstiegskampf, genauso wie wir.“
Kritik an Schiedsrichter Braun
Zugleich übte Muheim Kritik an Schiedsrichter Dr. Robin Braun: „Aber dass die Schiedsrichter da nicht eingreifen, finde ich Wahnsinn. Für mich unverständlich!“
Dabei ging es in erster Linie um die ausgebliebenen Platzverweise der bereits verwarnten Mainzer Silas und Dominik Kohr, die sich je ein weiteres gelbwürdiges Foul leisteten.
Für Muheim, der in besagter Szene von Kohr gefoult wurde, sei es „auf jeden Fall“ eine Gelb-Rote Karte gegen den Mainzer gewesen. „Schon in der ersten Hälfte trifft er mich mit dem Spann. Hat natürlich wehgetan. Das wäre für mich eine ganz klare Gelb-Rote Karte gewesen“, ergänzte der HSV-Profi.
Mainz-Profi Tietz kontert „Tretertruppen“-Kritik
Kurz darauf wurde Phillip Tietz mit Muheims Worten konfrontiert - und konterte die „Tretertruppen“-Kritik.
„Gegensätze ziehen sich an. Ich glaube, es haben beide Mannschaften gemacht. Da jetzt mit dem Finger auf irgendjemand zu zeigen, ist, glaube ich, das falsche Argument“, sagte der Mainzer Winterneuzugang.
„Es war einfach ein intensives Spiel. Das gehört im Fußball dazu. Da kann ich einfach alles so zurückgeben. Ich glaube, beim HSV war es genauso. Da nehmen sich beide Mannschaften nicht viel“, ergänzte Tietz.
Die Mainzer waren zunächst durch Nadiem Amiri (42.) in Führung gegangen. Ein abgefälschter Freistoß von Fabio Vieira (64.) rettete den Gästen einen Punkt.
Der Zähler hilft beiden Teams im Abstiegskampf immerhin etwas weiter. Hamburg trennen vor den Spielen der Konkurrenz sieben, Mainz drei Punkte von Relegationsplatz 16.