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"Ich hätte gerne länger für den FC Bayern gespielt"

Bayern? „Gerne länger dort gespielt“

Die Zeit von Sebastian Rudy beim FC Bayern verlief durchwachsen. Von einem damaligen Trainer schwärmt der Ex-Nationalspieler.
Sebastian Rudy beendete im September 2023 zwar seine Profi-Karriere, sorgt aber dennoch für den ein oder anderen fußballerischen Hingucker.
Die Zeit von Sebastian Rudy beim FC Bayern verlief durchwachsen. Von einem damaligen Trainer schwärmt der Ex-Nationalspieler.

Der ehemalige Bayern-Profi Sebastian Rudy hat Einblicke in seine Zeit beim Rekordmeister gegeben. Im Sommer 2017 hatte sich der Mittelfeldspieler dem FCB angeschlossen.

„Ich habe mich damals riesig über das Angebot gefreut und musste nicht lange überlegen. Leider ist es nur ein Jahr geworden“, sagte Rudy im Interview mit Spox und fügte hinzu: „Ich hätte gerne länger für den FC Bayern gespielt. Aber das ist immer auch eine Frage der jeweiligen Trainer und Verantwortlichen.“

Bayern? „Wollte Blütezeit nicht auf Bank verbringen“

Rudy verriet auch, wer sich für seine Verpflichtung starkgemacht hat. „Michael Reschke (damals Technischer Direktor; Anm. d. Red.) war sehr bemüht. Vor dem Transfer habe ich mich viel mit ihm unterhalten.“

Rudy „war von vornherein klar, dass ich nicht für die Startelf eingeplant bin, aber als Kaderspieler 14 oder 15 meine Einsätze bekommen werde“.

Er erzählte: „In der Anfangsphase der Saison hatte ich auch viel Spielzeit unter Carlo Ancelotti. Leider wurde er dann bald entlassen. In der Vorbereitung 2018 war schnell klar, dass der neue Trainer (Niko Kovac; Anm. d. Red.) nicht mit mir plant. Also musste ich handeln. Ich wollte meine Blütezeit nicht auf der Bank verbringen.“

Ancelotti wurde nach einem 0:3 in der Champions League bei Paris Saint-Germain entlassen. Für Rudy „war alles ein bisschen unglücklich. Ich hatte schon im Vorfeld Unruhe gespürt. Die betroffenen Spieler waren angefressen“.

Der heute 35-Jährige fuhr fort: „Und grundsätzlich ist es natürlich schwierig, als FC Bayern 0:3 in Paris zu verlieren. Dass es mit Ancelottis Entlassung danach so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Ich persönlich fand es schade. Ich hätte noch viel von ihm mitnehmen können.“

Schalke? „Ein beidseitiges Missverständnis“

Nach dem Abenteuer beim FC Bayern wechselte Rudy zum FC Schalke 04. Dort fand sich der frühere Nationalspieler jedoch gar nicht zurecht. „Das war ein beidseitiges Missverständnis“, gab er zu.

Rudy erklärte: „Es ist nicht nur Schalke Schuld, dass es schiefgegangen ist - auch ich habe sicherlich dazu beigetragen. Trotzdem habe ich aus dieser Zeit viel mitgenommen.“

Er sei „als Persönlichkeit gereift und habe gelernt, besser mit Druck umzugehen. Das hat mich abgehärtet. Seitdem lasse ich vieles nicht mehr so nah an mich heran. Man kann mich nicht leicht unterkriegen“.