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Irre Rekordshow bei BVB-Triumph

Irre Rekordshow bei BVB-Triumph

Borussia Dortmund nimmt die Hürde FSV Mainz 05 mit Bravour. Julian Ryerson und Serhou Guirassy sorgen für eine Rekordshow.
Serhou Guirassy glänzte beim 4:0 gegen Mainz mit einem Doppelpack. BVB-Trainer Niko Kovač erklärt, warum er immer an seinen "Stoßstürmer" geglaubt hat und wie wichtig dessen Tore für Siege sind.
Borussia Dortmund nimmt die Hürde FSV Mainz 05 mit Bravour. Julian Ryerson und Serhou Guirassy sorgen für eine Rekordshow.

Im Duell der vor Anpfiff beiden besten Rückrunden-Teams lässt der Tabellenzweite Borussia Dortmund nichts anbrennen und fegt den FSV Mainz 05 zum Auftakt des 22. Spieltags mit 4:0 vom Platz.

Serhou Guirassy (10., 42.) und Maximilian Beier (15.) sorgten mit ihren Kopfballtreffern – jeweils auf Vorarbeit von Julian Ryerson – schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Treffer Nummer vier ging auf das Konto von Ramy Bensebaini (84.), erneut nach einer Ecke von Ryerson.

„Es war schön, das Spiel früh zu entscheiden, das gibt uns ein gutes Gefühl“, sagte der vierfache Vorbereiter Ryerson bei Sky: „Ich habe den Ball mehrfach perfekt getroffen.“ Der Mainzer Torhüter Daniel Batz war hingegen frustriert: „Die Standards haben uns gekillt.“

Kovac: „Wir waren effizienter“

„Wir sind glücklich, wir freuen uns über den Sieg“, erklärte BVB-Trainer Niko Kovac bei RTL. „Hart erarbeitet, erste Halbzeit war es, denke ich, schon ausgeglichen. Wir waren effizienter. Durch die Standards haben wir das Spiel rechtzeitig in die richtige Richtung gelenkt. Unter dem Strich: 4:0, vor allem zu Null, ist sehr gut.“

Der BVB, seit inzwischen 15 Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen und mit nur einer Niederlage aus den vergangenen 30 Ligapartien, setzte somit eine beeindruckende Serie fort und stellte einen Bundesliga-Rekord ein.

Die Mannschaft von Kovac ging im 15. Bundesliga-Spiel in Folge mit 1:0 in Führung – ein eingestellter Rekord. Das war zuvor nur dem Hamburger SV 1980 und Dortmund selbst 2013 gelungen.

Ryerson an allen vier BVB-Toren beteiligt

Zudem ist Ryerson seit Beginn der detaillierten Datenerfassung der erste Dortmunder, dem in der ersten Halbzeit eines Bundesliga-Spiels drei Assists gelangen. Darüber hinaus war es seit Beginn der Datenerfassung das erste Mal, dass Dortmund in einer Hälfte drei Kopfballtore erzielte.

Den Auftakt in seine Wochen der Wahrheit hat der BVB damit gemeistert, mit 51 Punkten und nun 15 Spielen ohne Niederlage kann er selbstbewusst nach vorne blicken.

Denn es geht Schlag auf Schlag: Bereits am Dienstag steht gegen Atalanta Bergamo das erste von zwei Spielen im Kampf um den Verbleib in der Champions League an, ehe in der Bundesliga wegweisende Kracher-Duelle bei RB Leipzig (21. Februar) und gegen die Bayern folgen.

Die Devise im zunächst „wichtigsten Spiel“ also war glasklar, im Fernduell um die Meisterschaft müsse seine Mannschaft erneut „vorlegen“, forderte Kovac gewohnt nüchtern - und das mit gebotener Vorsicht, denn die wiedererstarkten Mainzer, die zuletzt drei Siege in Folge gefeiert hatten, seien unter Coach Urs Fischer längst „keine Laufkundschaft“.

Guirassy bricht den Bann

Tatsächlich aber war es Kovacs Mannschaft, die ihre Gäste im Duell der beiden besten Rückrunden-Teams schnell ins Schwitzen brachte. Ryerson fand per Freistoß zielgenau den Kopf von Guirassy - nach Wochen in der Kritik traf der Stürmer im dritten Ligaspiel in Folge.

Fünf Minuten später durften die BVB-Fans dann erneut jubeln, der Tathergang war wieder fast der gleiche. Nach einer Flanke von Ryerson war es diesmal Beier, der der bunt-fröhlichen Mainzer Party am Karnevalsfreitag einen herben Stimmungsdämpfer verpasste.

Auch Mainz feuerte in Form von Silas (22.) einen deftigen Warnschuss ab, erneut trafen aber die Gastgeber. Mit seinem dritten Assist bediente Ryerson mit einem Eckball erneut Guirassy.

Dortmund auch nach der Pause überlegen

Auch nach dem Wiederanpfiff zeigte sich der BVB torhungrig, scheiterte jedoch zunächst immer wieder am Mainzer Schlussmann Daniel Batz. Schließlich entschieden sich die Dortmunder, in den anstrengenden englischen Wochen noch ein bisschen Kraft zu sparen.

Auch im Verwaltungsmodus aber blieben die Dortmunder die überlegene Mannschaft, Ryerson bereitete mit seinem Eckball noch einen weiteren Treffer vor, der Mainzer Dominik Kohr fälschte noch entscheidend ab.

Die Mainzer hatten sich zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger aufgegeben. Es passte wenig zusammen, wenn es offensiv einmal gefährlich wurde, war BVB-Torhüter Gregor Kobel souverän zur Stelle: beispielsweise gegen den eingewechselten Sheraldo Becker (76.) und Nelson Weiper (88.).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)