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Kahn über Hoeneß: "Ich habe ihn damals im Gefängnis nicht besucht"

„Eine besonders schwierige Zeit“

Oliver Kahn verrät, wie er den Gefängnisaufenthalt von Uli Hoeneß miterlebt hat. Der ehemalige Torhüter des FC Bayern bezeichnet diese Zeit als „besonders schwierig“.
Uli Hoeneß feiert seinen 74. Geburtstag. SPORT1 blickt auf die besten Sprüche des heutigen Ehrenpräsidenten des FC Bayern München zurück.
Oliver Kahn verrät, wie er den Gefängnisaufenthalt von Uli Hoeneß miterlebt hat. Der ehemalige Torhüter des FC Bayern bezeichnet diese Zeit als „besonders schwierig“.

Oliver Kahn hat über den Gefängnisaufenthalt von Bayern-Patron Uli Hoeneß gesprochen und dabei Revue passieren lassen, wie er diese Zeit erlebt hat.

„Ich habe ihn damals im Gefängnis nicht besucht. Trotzdem habe ich versucht, davor und danach viel mit ihm in Kontakt zu sein“, sagte Kahn in der Sendung Triple bei Sky.

Hoeneß war wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis

Hoeneß war 2014 wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden und musste daraufhin bis 2016 ins Gefängnis. In dieser Zeit soll der Ehrenpräsident des FC Bayern 5.500 Briefe erhalten haben.

„Ich habe ihm keinen Brief geschrieben, aber wir waren ja immer im Kontakt. Das war schon eine ganz, ganz besonders schwierige Zeit“, schilderte Kahn.

Kahn: „Das ist schon bemerkenswert“

Die Haftstrafe sei aber kein Tabu-Thema. „Wenn man früher zusammengesessen ist, hat man auch darüber gesprochen“, erklärte Kahn. Die Mühle, durch die Hoeneß gegangen sei, und wie er das weggesteckt habe, sei schon bemerkenswert.

Journalist Marcel Reif meinte: „Er hat Dinge falsch gemacht. Er wurde dafür verurteilt und bestraft. Er hat seine Strafe abgesessen. In unserem Kulturkreis ist es ein bestimmter Faktor, dass jeder eine zweite Chance bekommt.“

Jüngst hatte sich Hoeneß in einem Interview mit der Bild über seinen Aufenthalt in der JVA Landsberg geäußert. „Wenn man morgens aufwacht und ein Mörder sitzt vor deinem Bett und erzählt dir seine Lebensgeschichte, weiß man nicht, ob man das unbedingt erleben will“, sagte Hoeneß unter anderem.