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Bei diesem Tor staunt sogar der Gegner

Bei diesem Tor staunt sogar der Gegner

Beim Remis gegen die TSG Hoffenheim geht der 1. FC Köln dank eines Traumtores von Ragnar Ache in Führung. Der Stürmer lässt die Experten und sogar den Gegner staunen.
Die Spielerinnen und Spieler des 1. FC Köln feiern Karneval mit ausgelassener Stimmung und kreativen Kostümen. Am Ende sorgt dann die FC-Hymne noch einmal für einen Gänsehautmoment.
Beim Remis gegen die TSG Hoffenheim geht der 1. FC Köln dank eines Traumtores von Ragnar Ache in Führung. Der Stürmer lässt die Experten und sogar den Gegner staunen.

Was für ein Traumtor! Beim 2:2-Remis in der Bundesliga-Partie zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim war gerade eine Viertelstunde gespielt, da riss Ragnar Ache die Zuschauer mit einem spektakulären Treffer von den Sitzen.

Nach einem Einwurf flankte Said El Mala von der rechten Seite in den Strafraum, wo sich der Kölner Stürmer mit dem Rücken zum Tor hochschraubte. Ache traf den Ball perfekt und setzte ihn aus zehn Metern mit einem Fallrückzieher ins linke Eck. Der deutsche Nationaltorhüter Oliver Baumann war völlig machtlos und konnte dem Leder nur hinterherschauen.

„Der Ball ist geflogen und ich dachte: Ich komme da nicht hin mit dem Kopf“, erklärte Ache bei Sky seinen magischen Moment. „Dann hat mein Körper einfach reagiert, und dann ist er so reingeflogen. Ich habe den getroffen, dann habe ich so ein bisschen nach hinten geguckt und dann dachte ich: Der fliegt eigentlich relativ gut (lacht). Dann bin ich aufgekommen und habe das Stadion gehört und nach hinten geguckt und dann lag der Ball im Tor. Ich kann es selbst noch nicht glauben.“

Baumann und Khedira schwärmen nach Ache-Fallrückzieher

Baumann musste neidlos konstatieren: „Bei so was musst du sagen: herzlichen Glückwunsch. Das ist sensationell, muss man anerkennen.“

Auch DAZN-Experte Sami Khedira kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus: „Definitiv Tor des Monats, eventuell sogar Tor des Jahres.“ Sky-Experte Didi Hamann ist sich sogar ganz sicher: „Akrobatik: 10 von 10, sensationelles Tor! Das wird das Tor des Jahres werden.“ Hamanns Kollegin Julia Simic ergänzte: „Tolles Tor! Ich finde es immer gut, wenn Stürmer so was überhaupt probieren.“

Kurz vor der Pause herrschte dann aber Ernüchterung bei den Hausherren: Ozan Kabak gelang in der 45. Minute der Ausgleich, ehe Andrej Kramaric die Gäste in seinem 350. Pflichtspiel für die TSG nach einer Stunde in Führung köpfte. Doch nur drei Minuten später besorgte El Mala den 2:2-Ausgleich. Überschattet wurde die Partie von einem medizinischen Notfall auf der Tribüne, bei dem ein Fan reanimiert werden musste.

Kleiner Rückschlag für Hoffenheim

Für die TSG war das Remis im Kampf um die Champions-League-Plätze ein kleiner Rückschlag. Die Mannschaft von Christian Ilzer hielt damit zumindest ihre Serie beim Lieblingsauswärtsspiel aufrecht und ist nunmehr seit über elf Jahren in Köln ungeschlagen.

Bei der „absoluten Herkulesaufgabe“ Hoffenheim wollte Köln laut Kwasniok mit „voller Überzeugung attackieren“. Dafür setzte der 43-Jährige auf Shootingstar El Mala, der für den früheren Hoffenheimer Marius Bülter begann und im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte.

Eric Martel, der für Rav van den Berg in der Innenverteidigung gewichen war, kam kurzfristig für Jan Thielmann zum Einsatz, da sich dieser beim Aufwärmen verletzte. Ilzer schenkte der gleichen Startelf wie beim überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen Freiburg das Vertrauen.

Bei zehn Grad und Nieselregen sahen die 49.600 Zuschauer zunächst einen schleppenden Beginn. Wegen des medizinischen Notfalls blieben die Anhänger beider Fanlager still. Das änderte sich nach einem Geniestreich der Marke Tor-des-Monats von Ache schlagartig. Der Angreifer verwertete eine El-Mala-Flanke per Fallrückzieher und hellte die Stimmung im Müngersdorfer Stadion für kurze Zeit auf.

El Mala rettet Remis für Köln

Auch im Anschluss spielte die Heimmannschaft schnell und schnörkellos und kam durch Jakub Kaminski (21.) und Martel (23.) zu guten Gelegenheiten. Die TSG meldete sich in Person von Andrej Kramaric im Spiel an. Der Kroate scheiterte jedoch an Torhüter Marvin Schwäbe (29.).

Besser machte es aus Hoffenheimer Sicht kurz vor der Halbzeit Ozan Kabak, der eine flache Hereingabe in die rechte Torecke versenkte. In der Nachspielzeit hatte die TSG mit einem sehenswert herausgespielten Angriff zudem die Riesenchance zur Führung, kam aber zu keinem klaren Abschluss.

Nach der Pause drückte der Tabellendritte auf die Führung. Kramaric verwertete dann nach einem Lattentreffer per Abstauber. Nur drei Minuten später lief El Mala aus der eigenen Hälfte los, traf wie schon im Hinspiel und beendete seine sechs Spiele andauernde Torflaute.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)