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BVB: Can auf Krücken aus dem Stadion

Can auf Krücken aus dem Stadion

Die Personalsorgen bei Borussia Dortmund reißen nicht ab. Im Topspiel gegen den FC Bayern muss ein Verteidiger verletzungsbedingt vom Feld. Die ersten Bilder verheißen nichts Gutes.
Nach dem Klassiker muss Emre Can das Stadion auf Krücken verlassen - ein Bayern-Star zeigt daraufhin besondere Größe.
Die Personalsorgen bei Borussia Dortmund reißen nicht ab. Im Topspiel gegen den FC Bayern muss ein Verteidiger verletzungsbedingt vom Feld. Die ersten Bilder verheißen nichts Gutes.

Verletzungsschock für den BVB: Verteidiger Emre Can musste bei der Topspiel-Niederlage gegen den FC Bayern (2:3) verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

SPORT1 beobachtete nach Schlusspfiff, wie der 32-Jährige das Stadion auf Krücken verließ. Mit seinem Privatauto wurde der Verteidiger aus der Arena gefahren. Dabei stieg er schwerfällig ins Auto, hatte den Kopf gesenkt, schaute ernst und traurig drein.

Getröstet wurde er auch von einem Bayern-Star: Leon Goretzka verließ als erster Gäste-Spieler den Kabinentrakt. Als er Can im Auto sitzen sah, lief er zu ihm ans Fenster und erkundigte sich in einem kurzen Gespräch nach seinem Zustand.

Emre Can: BVB-Trainer Kovac deutet Horrorverletzung an

Dass es dem 32-Jährigen nicht gutging, war auch den Worten von BVB-Trainer Niko Kovac bei Sky zu entnehmen. „Ich will nicht zu viel verraten, aber der Doc hat kein gutes Gefühl. Die ersten Untersuchungen sind nicht ganz positiv“, sagte er und deutete eine Horrorverletzung bei Can an.

Auf die Frage, ob das Kreuzband betroffen sein könnte, sagte er: „Ja es sieht so aus. Er hat auch etwas gehört. Er hatte nach der ersten Aktion schon was. Er hat dann nochmal weitergemacht. Die zweite Aktion hat ihm dann den Rest gegeben - leider.“

Can aber habe unbedingt weiterspielen wollen, so Kovac. „Die Ärzte wussten auch nicht direkt, was los ist. Sie wollten ihn untersuchen und Emre hat gesagt, er macht jetzt weiter“, sagte der Trainer: „Da kannst du als Arzt ja auch nichts sagen. Wenn es jetzt dann dazu kommt, ist es für uns wieder ein richtig harter Schlag.“

Auch Sportdirektor Sebastian Kehl meinte, dass es bei Can nicht gut aussehe.

BVB: Can muss runter - Bensebaini kommt

Bereits in der 39. Minute war Can nach einem Zweikampf mit Konrad Laimer mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegengeblieben und hatte sich das Trikot über sein Gesicht gezogen. Dabei rollte sich der Dortmunder Kapitän einige Male auf dem Rasen und hielt sich das linke Knie.

Ramy Bensebaini hatte sich bereits warmgemacht und Trainer Niko Kovac schon den Wechsel vorbereitet, doch Can biss unter unterstützenden Sprechchören der BVB-Fans auf die Zähne und setzte die Partie zunächst fort.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff folgte dann aber die bittere Gewissheit, dass es für den gebürtigen Frankfurter nicht mehr weitergeht.

Can kehrte gerade erst nach Verletzung zurück

Er setzte sich erneut auf den Rasen und deutete an, dass gewechselt werden muss. In der fünften Minute der Nachspielzeit kam dann schließlich Bensebaini.

Can war gerade erst wieder fit geworden und hatte bei der 1:4-Pleite beim CL-Aus gegen Atalanta Bergamo sein Comeback gegeben, nachdem er zuvor fünf Pflichtspiele wegen Adduktorenproblemen verpasst hatte. Nun der neuerliche Verletzungsschock.