Ein „ewiger“ Rekord ist dem FC Bayern kaum mehr zu nehmen. Der Rekordmeister ist mit einem souveränen 4:0 (2:0)-Sieg gegen Union Berlin dem eigenen Torrekord von 101 Treffern in der Bundesligasaison 1971/72 wieder ein gutes Stück näher gekommen.
4:0! Ewiger Rekord ist dem FC Bayern kaum mehr zu nehmen
Bayern dicht vor ewigem Rekord
Mit dem Erfolg gegen die Köpenicker stockten die Münchner ihr Konto auf 97 Treffer auf – und noch bleiben sieben Spieltage, um an einer neuen Bestmarke zu basteln.
„97 Tore haben wir geschossen, das ist schon beeindruckend. Heute wären auch noch ein, zwei mehr möglich gewesen“, sagte Sportdirektor Christoph Freund anschließend. „Die Torausbeute ist schon unglaublich. Das ist nur möglich, weil die Jungs bis zum Schluss Gas geben und immer hungrig sind, Tore zu erzielen. Wir haben sehr viele Spieler, die sehr torgefährlich sind. Er (der Rekord, Anm. d. Red.) wird fallen. Aber wann ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir Meister werden.“
FC Bayern: Olise knackt Bollwerk, Gnabry trifft doppelt
Gegen das Abwehrbollwerk der Eisernen taten sich die Münchner zunächst schwer, Chancen zu kreieren. Mit einem Doppelschlag durch Michael Olise (43.) und Serge Gnabry (45.+1) sorgte der Rekordmeister aber noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Toptorjäger Harry Kane (49.) legte kurz nach Wiederbeginn mit seinem 31. Bundesligator in der laufenden Saison nach. Zudem traf wiederum Gnabry (67.).
Zugleich blieben die Münchner weiter klar auf Kurs Richtung Meisterschaft. In der Tabelle bauten die Bayern ihren Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund zunächst auf zwölf Punkte aus. Der BVB kann im Abendspiel gegen den Hamburger SV (18.30 Uhr im LIVETICKER) noch nachlegen.
Nach der zweiwöchigen Länderspielpause stehen für den Rekordmeister unter anderem die Giganten-Duelle in der Champions League mit Real Madrid (7. und 15. April) und das DFB-Pokal-Halbfinale in Leverkusen (22. April) auf dem Programm. Solange die Münchner vom Verletzungspech verschont bleiben, können sie dieser Zeit recht zuversichtlich entgegenblicken.
Für Freund sei zudem der Torrekord „absolut etwas Besonderes. Der Torrekord ist aus den 70er-Jahren. Es bedeutet, dass die Mannschaft richtig Spaß hat, miteinander Fußball zu spielen. Sie ist hungrig nach Toren, gibt 90 Minuten immer Vollgas, denn sonst ist das nicht möglich. Es ist etwas Historisches, wenn uns das gelingt.“
FC Bayern: Pavlovic fällt kurzfristig aus
Die Münchner mussten kurzfristig auf Aleksandar Pavlovic verzichten. Der Mittelfeldspieler fiel mit Hüftproblemen aus.
Trainer Kompany konnte wieder auf die zuletzt in der Champions League gesperrten Michael Olise und Joshua Kimmich zurückgreifen. Dafür fehlten Luis Díaz, Nicolas Jackson und Jonathan Tah gesperrt.
In der Schlussphase feierte der deutsche U17-Nationalspieler Erblin Osmani sein Profidebüt für die Bayern. Der 16-Jährige wurde damit zum zweitjüngsten Bayern-Spieler in der Bundesliga. Nur Paul Wanner war noch jünger.
Die Bayern agierten von Beginn an dominant, Union konzentrierte sich aufs Verteidigen. Trotz klarer Überlegenheit blieben gute Gelegenheiten zunächst aus. Der erstmals für die Nationalmannschaft nominierte Lennart Karl hatte die Führung auf dem Fuß, scheiterte nach Querpass von Josip Stanisic aber am linken Pfosten (29.).
Bayern-Doppelschlag vor der Pause
Anschließend drängten die Bayern die Gäste noch tiefer hinten rein. Ein öffnender Ball von Leon Goretzka landete bei Olise, der mit einem Schlenzer von der rechten Seite zur Führung traf. Gnabry profitierte wenig später von einem Fehler von Union-Keeper Frederik Rönnow, der sich bei einer Flanke von Joshua Kimmich verschätzte.
Nach der Pause ließen die Bayern keine Zweifel am Erfolg aufkommen. Kane traf von der Strafraumgrenze und Gnabry war nach einem geblockten Schuss von Olise, der den Angriff mit einem feinen Trick eingeleitet hatte, zur Stelle. Olise selbst traf später nur den Pfosten (78.).