Nationalspieler Jonathan Burkardt hat bei seiner ersten Rückkehr mit Eintracht Frankfurt zum FSV Mainz 05 einen Dämpfer im Rennen um den Europapokal kassiert. Die Eintracht unterlag bei starken Mainzern mit 1:2 (1:1) und verpasste es, mit einem Sieg näher an den Tabellensechsten Bayer Leverkusen heranzurücken. Die Werkself hatte am Samstag gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim (3:3) überraschend Punkte liegen lassen.
Pikant, dass ausgerechnet er Eintracht Frankfurt schockt
Ausgerechnet er schockt Frankfurt
Ausgerechnet Paul Nebel sorgte mit seinem Doppelpack (6./89.) für Ernüchterung bei der SGE. Die Eintracht buhlt nach SPORT1-Informationen schon länger um Nebel und würde den Offensivspieler gerne im Sommer verpflichten und auch der Spieler selbst liebäugelt mit einem Wechsel nach Frankfurt. Die Mainzer fordern jedoch mindestens 12 Millionen Euro Ablöse für den U21-Nationalspieler.
Eintracht buhlt um Nebel
Jüngst wechselte Nebel seinen Berater und schloss sich der Agentur Sports360 an, die unter anderem auch Angelo Stiller und Tom Bischof betreut. „Dass ich meinen Berater gewechselt habe, könnt ihr interpretieren, wie ihr wollt. Das war meine Entscheidung und da will ich eigentlich nicht mehr zu sagen“, hatte Nebel gesagt.
Den Fokus wollte der 23-Jährige voll auf den Klassenerhalt legen. Sportdirektor Niko Bungert betonte, was die Wechselgerüchte angeht: „Was sollen wir jetzt irgendwelche Gerüchte entfachen? Das gibt es bei uns nicht. Paul ist da ganz klar und wir sind es auch. Wir haben gemeinsam das Ziel, mit einem Jungen aus unserer eigenen Jugend, die Klasse zu halten. Und was darüber hinaus im Sommer passiert, das interessiert uns heute nicht.“
DFB-Verteidiger Nathaniel Brown hatte zwischenzeitlich für die Eintracht ausgeglichen (20.). Mainz, das vergangenen Donnerstag mit dem Einzug ins Conference-League-Viertelfinale Geschichte geschrieben hatte, hilft der Sieg im Rennen um den Klassenerhalt enorm weiter: Mit 30 Zählern beträgt der Vorsprung auf den VfL Wolfsburg auf dem ersten direkten Abstiegsplatz neun Punkte. Frankfurt (39) fehlen nun acht Zähler auf Leverkusen.
Burkardt von Nagelsmann nicht berufen
Stürmer Burkardt, von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die ersten Länderspiele im WM-Jahr nominiert, erhielt vor dem Anpfiff seinen Abschied. Der ehemalige Mainz-Kapitän, der im Sommer nach elf Jahren im Verein zur Eintracht gewechselt war, bekam Blumen und ein Bild. Sportvorstand Christian Heidel würdigte ihn als „außergewöhnlichen Spieler“ und übte Kritik daran, dass vereinzelt Pfiffe ertönten.
Das erste Highlight erzeugte die Mainzer Offensive. Sheraldo Becker schicke Nebel nach Ballgewinn tief, dessen Schuss fälschte Rückkehrer Arthur Theate, der den gesperrten Kapitän Robin Koch vertrat, unhaltbar für Michael Zetterer ab. Der Keeper kassierte das erste Gegentor nach zuletzt drei Spielen mit weißer Weste.
Die SGE ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, Gefahr strahlten die Gäste aber kaum aus, bis Brown im Strafraum einen Querpass von Bahoya völlig frei aus gut acht Metern einschob. Mainz wurde danach mutiger, nach einem Ballverlust von Collins setzte Kaishu Sano Becker in Szene, der im Duell mit Zetterer aber den Torhüter anschoss (37.). Kurz darauf profitierte Frankfurt fast von der Hilfe der Gastgeber. Dominik Kohr grätschte den Ball nach Flanke von Brown knapp am eigenen Tor vorbei (41.).
Viele Chancen kreierten die Teams nicht. Aus dem Nichts setzte Frankfurts Farès Chaibi einen Kopfball an die Latte (61.), Daniel Batz hielt stark gegen Ritsu Doan (70.). Auf der Gegenseite scheiterte Becker am Pfosten (84.), ehe Eintracht-Flirt Nebel aus dem Gewühl traf.
—– mit Sport-Informations-Dienst (SID)