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Bundesliga: "Keine Provokation" - das steckt hinter dem emotionalen Torjubel

Wirbel um emotionalen Torjubel

Ein emotionaler Torjubel der TSG Hoffenheim sorgt bei den Heidenheimer Fans für Unverständnis. TSG-Torschütze Alexander Prass ordnet die Bedeutung der Szene ein.
Der Torjubel von TSG-Torschütze Alexander Prass sorgte zunächst für Unruhe auf der Tribüne
Der Torjubel von TSG-Torschütze Alexander Prass sorgte zunächst für Unruhe auf der Tribüne
© IMAGO/Jan Huebner
Ein emotionaler Torjubel der TSG Hoffenheim sorgt bei den Heidenheimer Fans für Unverständnis. TSG-Torschütze Alexander Prass ordnet die Bedeutung der Szene ein.

Beim 4:2-Sieg der TSG Hoffenheim beim 1. FC Heidenheim hat der Torjubel von Alexander Prass nach dem 1:0 für ein unglückliches Missverständnis gesorgt.

Der TSG-Stürmer hob nach seinem Führungstreffer das Trikot von Mitspieler Ihlas Bebou vor der mit Heimfans besetzten Tribüne hoch. Einige Zuschauer nahmen die Aktion augenscheinlich als Provokation auf, gestikulierten wild und brüllten in Richtung des Österreichers.

Dabei hatte das Hochhalten des Trikots einen ernsten Hintergrund: Die Hoffenheimer sendeten damit eine emotionale Botschaft an ihren Mitspieler Bebou. Dieser hatte zuletzt einen traurigen Schicksalsschlag erlebt: Seine Frau Amira war im achten Monat schwanger und verlor das gemeinsame Kind bei einer Fehlgeburt.

Doppel-Torschütze spricht über den traurigen Hintergrund

Doppel-Torschütze Prass kam nach dem Spiel auf seinen besonderen Jubel zu sprechen: „Es passieren oft Dinge im Leben, die sind wichtiger als Fußball“, betonte der 24-Jährige bei Sky.

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Prass ergänzte: „Es war auch keine Provokation an die Fans. Es sind private Gründe bei Ihlas und wir wollten ein Zeichen setzen, dass wir hinter ihm stehen und es ihm so zeigen.“

Amira Bebou hatte die traurige Nachricht am Freitag bei Instagram geteilt. Dort schrieb sie: „Mein geliebter Sohn, acht Monate habe ich dich unter meinem Herzen getragen, deine Bewegungen und deine Liebe gespürt. Und doch bist du still auf die Welt gekommen, bevor du richtig da warst. Aber du warst da, so vollkommen, so schön und so perfekt.“