2:0 geführt, 3:2 geführt – und trotzdem nicht gewonnen: Bayer Leverkusen hat im Kampf um die erneute Teilnahme an der Champions League einen weiteren Rückschlag erlitten. Beim designierten Absteiger 1. FC Heidenheim kam die Werkself nicht über ein 3:3 (2:0) und damit das vierte Unentschieden in Serie in der Bundesliga hinaus. Vier Tage nach dem Achtelfinal-Aus in der Königsklasse beim FC Arsenal verpasste es die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand, bis auf zwei Punkte an den vierten Tabellenplatz heranzurücken.
Bundesliga: Nächster Rückschlag für Leverkusen
„Dann kommt wieder der Leberhaken“
Im Rennen um die Königsklasse verlieren die Leverkusener somit weiter an Boden. „Immer wenn du dachtest, sie sind wieder zusammengewachsen, dann kommt wieder der Leberhaken. Jetzt verpassen sie mit ziemlicher Sicherheit nächste Saison die Champions League“, monierte Sky-Experte Didi Hamann nach dem turbulenten 3:3. Simon Rolfes, Geschäftsführer Sport in Leverkusen, erschien nicht wie angedacht zum Sky-Interview.
Bayer erst eiskalt – dann viel zu passiv
Leverkusen dominierte die Partie zunächst. Malik Tillman (22.) und Patrik Schick (35.) nutzten die eklatanten Lücken in der Heidenheimer Abwehr eiskalt aus. Nach der Pause kamen die Gastgeber zum Anschlusstreffer durch Hennes Behrens (56.) – und dann sogar zum Ausgleich: Der eingewechselte Marvin Pieringer verwandelte einen von Robert Andrich verursachten Foulelfmeter (72.) und besorgte nach dem zweiten Treffer von Schick (79.) auch den 3:3-Endstand (85.).
Im Hinspiel setzte es für die Heidenheimer eine 0:6-Klatsche. „So etwas vergisst man nicht, sowas will man kein zweites Mal haben“, sagte Trainer Frank Schmidt vor dem Spiel bei Sky. Das gut gemeinte Vorhaben gelang jedoch nur knapp 20 Minuten. Dann durfte Aleix García unbedrängt aus dem Mittelfeld flanken – im Strafraum vollendete Tillman ohne Gegenwehr zum 0:1. Auch beim zweiten Leverkusener Treffer standen die Heidenheimer zu weit weg von ihren Gegenspielern.
„Wir haben extrem passiv und schlecht verteidigt bei den Gegentoren“, gestand FCH-Coach Schmidt nach Abpfiff bei DAZN. „Dass wir es dann schaffen in der 2. Halbzeit ein ganz anderes Gesicht zu zeigen, und das Spiel dann so zu drehen…“, freute sich Schmidt und grinste. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über einen Punkt so freuen würde.“
Leverkusen ratlos: „Mir fehlen die Worte“
Denn nach der Pause spielte der 1. FCH offensiv besser als vor dem Seitenwechsel. Leverkusen war ein wenig zu sorglos und passiv, auch nach dem erneuten Führungstreffer, den Schick nach einem Eckball erzielte, bekam Bayer das Spiel nicht mehr in den Griff. Leverkusen-Keeper Mark Flekken wirkte ratlos über den Auftritt seiner Mannschaft: „Ganz ehrlich, mir fehlen ein bisschen die Worte“, stotterte der Niederländer.
—– mit Sport-Informations-Dienst (SID)