Borussia Dortmund und Julian Brandt werden im Sommer getrennte Wege gehen. Der Vertrag des Offensivspielers wird nicht verlängert, wie Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB, am Samstagabend bestätigte.
Brandt-Aus beim BVB bestätigt
Brandt-Aus beim BVB bestätigt
„Es hat ja schon ein paar Berichte gegeben. Es ist einfach so, dass es da offene Gespräche gegeben hat und man sich eben einig war, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird“, sagte Ricken nach dem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln bei Sky.
Ricken: „Man geht mit viel Wertschätzung auseinander“
Der BVB-Boss fuhr fort: „Wir können nur Dankbarkeit für ihn haben. Er hat sieben Jahre bei uns gespielt.“
Zwar wurde Brandt intern auch „immer mal kritisch gesehen“ und doch stellte Ricken klar: „Er hat heute auch wieder eine Torvorlage gegeben. Ich habe seine Quote geliebt.“
Im Sommer wird die Zusammenarbeit dann beendet sein. „Er wird auch in ein paar Wochen 30. Wir können uns neu orientieren. Insofern kann es auch für beide Seiten eine Chance sein. Wir waren uns einig. Man geht mit ganz viel Wertschätzung auseinander“, sagte Ricken abschließend.
BVB: Das sagt Kovac über das Aus von Brandt
Auch Trainer Niko Kovac wurde auf die bevorstehende Trennung angesprochen. „Lars hat - denke ich - alles gesagt. Wir haben Gespräche geführt. Und beide Seiten sind zu dem Entschluss gekommen, dass es was anderes geben wird“, erklärte Kovac. Nun wollte man die verbleibenden neun Spiele noch erfolgreich bestreiten.
Brandt wechselte im Sommer 2019 von Bayer Leverkusen für 25 Millionen Euro nach Dortmund. Nach sieben Jahren wird die Ära im Sommer zu Ende gehen. „Er ist absolut ein Spieler, der mit seinen Möglichkeiten vielleicht nicht alles herausgeholt hat, aber trotzdem häufig den Unterschied gemacht hat“, merkte Experte Lothar Matthäus an.
Der Rekordnationalspieler sprach von einer erfolgreichen gemeinsamen Zeit: „Wenn man weiterhin bis zum Saisonende Vertrauen hat, dann finde ich das vollkommen richtig, dass beide Seiten wissen, was Sache ist. Durch diese erfolgreiche Zeit sollte man sich in die Augen schauen können - nicht nur bis Vertragsende, sondern auch darüber hinaus.“
Brandt „hat auch immer seinen Mann gestanden“
Sportdirektor Sebastian Kehl wies darauf hin, dass es in den letzten Tagen einige sportliche Entscheidungen zu treffen gab: „Da habe ich mich mit Julian noch mal hingesetzt. Wir haben die Dinge noch mal besprochen. Jetzt gehen beide ab Sommer getrennte Wege, das kann eine Chance sein auch für beide. Trotzdem eine große Wertschätzung.“
Es sei zwar beiden Seiten nicht leicht gefallen, „weil man sehr, sehr lange sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet und ein bisschen was erreicht hat“. Brandt habe wahnsinnig viele Tore geschossen. „Er hat auch immer seinen Mann gestanden, aber trotzdem muss man ab einem gewissen Punkt Entscheidungen treffen“, sagte Kehl.