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Er schaffte beim Gipfel gegen den FC Bayern das, woran zuvor viele scheiterten

Ein kleines Meisterstück

Trotz Niederlage liefert Borussia Dortmund eine überzeugende Vorstellung gegen den FC Bayern München ab. Vor allem ein BVB-Star schaffte, woran sich vor ihm viele die Zähne ausbissen: Michael Olise zähmen.
Der BVB konnte die Bayern wieder nicht in dieser Saison schlagen, Trainer Kovac erklärt die Gründe dafür.
Trotz Niederlage liefert Borussia Dortmund eine überzeugende Vorstellung gegen den FC Bayern München ab. Vor allem ein BVB-Star schaffte, woran sich vor ihm viele die Zähne ausbissen: Michael Olise zähmen.

Es war das ungleiche Duell des Abends: Auf der einen Seite Michael Olise, Bayerns Überflieger. Auf der anderen Daniel Svensson, der zuletzt immer wieder an seine Grenzen gestoßen war – vor allem gegen große Klubs und Unterschiedsspieler.

Einige Dortmunder hatten große Bauchschmerzen. Doch die Sorgen erwiesen sich als unbegründet.

BVB-Star Svensson überzeugt gegen den FC Bayern

Olise machte kaum einen Stich, tauchte ab und ließ Durchschlagskraft vermissen. So blass sah man den französischen Ausnahmekönner in dieser Saison selten (SPORT1-Note: 4) – allenfalls gegen Stuttgart war er ähnlich unauffällig. Und das lag in Dortmund vor allem an Svensson.

„Natürlich ist er (Olise; Anm. d. Red.) ein sehr guter Spieler. Er ist schlau, technisch begabt und schnell. Ich denke, ich habe einen guten Kampf gegen ihn geliefert“, so der 24-Jährige auf SPORT1-Nachfrage.

Svensson hielt, wie übrigens Yan Couto auf der anderen Seite gegen Luis Diaz auch, defensiv dagegen. Und sogar noch mehr: Er setzte auch offensiv Akzente. Und wie! Seinen Freistoß zur 1:0-Führung servierte er punktgenau auf den Kopf von Nico Schlotterbeck. In der Schlussphase krönte er seinen Auftritt mit einer sehenswerten Direktabnahme zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Svenssons Meisterstück mit Mini-Makel

Zur Wahrheit gehört aber auch: Dieses Meisterstück hatte einen kleinen Schönheitsfehler. Über 90 Minuten ist Olise schlicht nicht komplett auszuschalten. „Er hat natürlich sehr viel Qualität, deswegen ist es schwer, ihn über ein ganzes Spiel zu verteidigen“, so Svensson, der das Lob direkt weiterreichte: „Natürlich bekommt man auch viel Hilfe von seinen Mannschaftskollegen und insgesamt haben wir das relativ gut gemacht.“

Zweimal musste er den Franzosen ziehen lassen. In der 16. Minute rettete Gregor Kobel, kurz vor Schluss kam jede Hilfe zu spät: Olise flankte, Jobe Bellingham klärte nicht konsequent – und Joshua Kimmich traf mit einem Sonntagsschuss zur Entscheidung.

Trotzdem bleibt: Vor Daniel Svensson muss man den Hut ziehen. Er schaffte, was vor ihm kaum jemand schaffte – Michael Olise zu zähmen.