Bundesliga>

FC Bayern: Hoeneß ätzt gegen Spielerberater

Hoeneß: „Halsabschneider aussortieren!“

Uli Hoeneß gilt als einer der größten Kritiker der Berater-Branche des modernen Fußballs. Jetzt hat der Bayern-Patron erneut nachgelegt und Maßnahmen angekündigt.
Uli Hoeneß spricht bei Magenta am Rande des Legends Cup über Lennart Karl, die Transferstrategie des FC Bayern - und Trainer Vincent Kompany.
Uli Hoeneß gilt als einer der größten Kritiker der Berater-Branche des modernen Fußballs. Jetzt hat der Bayern-Patron erneut nachgelegt und Maßnahmen angekündigt.

Uli Hoeneß und die Spielerberater der Fußballwelt werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr: Der Ehrenpräsident des FC Bayern München übt seit Jahren teils harsche Kritik an vielen Beratern – nun hat der 74-Jährige erneut in Richtung der Agenten ausgeteilt.

„Wenn ein Spieler heute ins Ausland geht oder aus dem Ausland kommt, braucht er einen Berater. Es gibt sehr viele seriöse Berater, und es gibt sehr viele Halsabschneider. Es muss uns allen gelingen, die Halsabschneider auszusortieren“, polterte er am Rande der Ehrung des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden von Eintracht Frankfurt, Wolfgang Steubing.

Spielerberater: Hoeneß kündigt Maßnahmen an

Besonders die hohen Summen, die Berater am Transfer eines Spielers mittlerweile mitverdienen, stören den Bayern-Patron: „Teilweise gibt es für drei Mittagessen zehn Millionen, das kann es nicht sein.“

Das Thema sei auch beim FC Bayern „kontrovers diskutiert“ worden, erklärte Hoeneß. Man werde in Zukunft versuchen, „ein Konzept zu entwickeln, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen.“ Wie genau ein solches Konzept aussehen könnte, verriet er nicht.

In der Vergangenheit hatte der ehemalige Bayern-Präsident bereits mehrfach gegen die Berater-Branche geschossen, die aus seiner Sicht zu viel Macht in den Vereinen bekommen würde.

Hoeneß: „Werden den Wahnsinn nicht mitmachen“

„Wir werden verstärkt ‚Nein‘ sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen“, hatte Hoeneß im Februar etwa im Interview mit der Bild geklagt. Zuvor hatte sich die Vertragsverlängerung von Abwehrspieler Dayot Upamecano lange hingezogen – wohl sehr zum Ärger von Hoeneß.

Legendär ist auch seine Aussage zu Pini Zahavi, dem Berater von David Alaba, den Hoeneß 2020 als „geldgierigen Piranha“ bezeichnet hatte.